Berichte

Trainingslager 2014 in Milano Marittima

Traditionsgemäß fuhr die LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain (LG BSN) auch dieses Jahr ins Trainingslager nach Italien. Rund 30 Athleten und Athletinnen waren mit von der Partie. In drei Kleinbussen à neun Personen ging es am 12.04. um drei Uhr morgens unter Leitung von Christian und Sabine Müller sowie Jochen Dittombée ab in den Süden.

Aufgrund der großen Beliebtheit der 10 tägigen Saisonvorbereitungsphase wurde sogar auf das Flugzeug ausgewichen, um trotz arbeits- und schulisch bedingter Verpflichtungen noch einmal an der eigenen Leistung zu feilen. Jeden Tag wurde zweimal Minimum 2 Stunden lang trainiert- im nahe gelegenen Wald oder im Stadion. Ergänzt wurden die Laufeinheiten durch punktuelle Kräftigung. Hinzu kamen die außerplanmäßigen Volleyball- und Bräunungseinheiten am 100 Meter entfernten Strand.

Diese ließ sich keiner nehmen, wobei auch der Altersunterschied keine „ Hürde“ darstellte. Wie in den vorherigen Jahren war das Gegenteil der Fall: Die Mischung aus jung und „alt“ befeuerte den Teamgeist. Als im MTK für seinen Teamgeist bekannter Verein machte die LG BSN ihrem Ruf auch im Ausland alle Ehre. Während der Trainingsläufe wurden die Läufer lautstark von ihren Mitstreitern unterstützt. Diese gute Mischung aus Training und Spaß spiegelte sich in der allgemeinen Leistung, vor allem in den obligatorischen Testläufen, wider.

Die Intensität des Trainings zeigte sich besonders deutlich in den auftauchenden Beschwerde - wie verhärteten Muskeln, Krämpfen und vielen weiteren persönlichen physischen Leiden, die sich mit der Dauer des Trainingslagers häuften. Daraus folgte, dass sich die Trainer häufiger mit strapazierten Waden konfrontiert sahen, als ihnen lieb war. Besonders Alexander Lierke, der neben seiner sportlichen Laufbahn auch angehender Physiotherapeut ist, unterstrich wieder einmal seinen Wert für die LG BSN. Oben genannte Beschwerden hinderten natürlich niemanden an den abendlichen Ausflügen in die Innenstadt, im Besonderen am Genuss seines Piadinas (traditionelles Fladenbrot).

Freizeit konnte nicht nur abends, sondern auch an den zwei freien Nachmittagen genossen werden, welche zum Regenerieren und zur Stärkung der Gemeinschaft genutzt wurden. An einem dieser Nachmittage fuhr die ganze Gruppe in die nächstgrößere Stadt Rimini, wo man entweder einen Spaziergang zum Strand oder eine Shoppingtour unternahm. Dieser Ausflug, das gute italienische Eis sowie das beständig gute Wetter hoben die Stimmung nochmal um ein weiteres.

Das einzige Ärgernis des diesjährigen Trainingslagers war ein Grippevirus, das gegen Ende einen Großteil der Gruppe einige Trainingseinheiten missen ließ. Nach einem typisch italienischem Osteressen und einer letzten Trainingseinheit fuhr die Truppe am nächsten Tag, den 22.04., gemütlich nach dem Frühstück wieder Richtung Hei-mat. Am Ende war man sich einig, dass auch dieses Trainingslager wieder sowohl Leistungs- als auch gemeinschaftsfördernd war.

(Paula Wendt und Luis Cuadrado)

 

LG BSN - 110 Kreismeisterschaften für die LG BSN in 2013

Mit 110 Kreistiteln war die LG BSN in 2013 der erfolgreichste Verein im MTK

Auf dem Kreisleichtathletiktag 2014 am 24.1.2014 wurde die Liste der Kreismeisterschaften - sortiert nach Vereinen und Altersklassen, veröffentlicht. Danach ist die LG BSN der nach Titeln erfolgreichste Verein im MTK in 2013 (die Veränderungen gegenüber 2012 in Klammern):

Männer/Frauen: 17 (+1)

A+B-Jugend : 26 (+8)

Schüler : 32 (+9)

Senioren : 35 (+12)

Die LG BSN nimmt auch jeweils den ersten Platz in den einzelnen Altersklassen ein.

Hinter der LG BSN kam die LG Stadt Hattersheim mit 63 Titeln auf den 2. Platz in der Gesamtrangfolge, gefolgt von der LG Main Taunus West mit 45 Titeln.

 

LG BSN - Anne Reuschenbach - MTK-Leichtathletin des Jahres 2013

Anne Reuschenbach von der LG BSN wurde am 24.1.2014 auf dem Kreisleichtathletiktag als MTK-Athletin des Jahrs geehrt

Wenn das kein Ansporn für alle berufstätigen Mütter ist, die Leistungssport betreiben wollen, gerne auch auf höherem Niveau – Anne Reuschenbach von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain wurde Leichtathletin des Jahres 2013 im Main-Taunus-Kreis.

Beim Kreisleichtathletik-Tag am 24. Januar 2014 bekam die 34 jährige Produktleiterin (Pharmabranche) und Mutter einer bald dreijährigen Tochter aus Bad Soden Ehrenpokal und Urkunde von Hans Theinl, dem Vorsitzenden des Wahlgremiums, überreicht. In seiner Laudatio hob Hans Theinl, auch 2. Vorsitzenden des Kreisleichtathletik Verbandes, die beindruckenden Erfolge von Anne im abgelaufenen Jahr hervor. Darauf wird noch einzugehen sein.

Mit Anne Reuschenbach wurde nach Klaus Wagner (2008) sowie Ellise Meyer (2010), Steffen Trenk (2011) und Silke Pufahl (2012) schon zum fünften Mal eine Athletin oder ein Athlet der LG BSN mit dieser hohen Kreis-Auszeichnung geehrt – auch dies ein Zeichen für die ausgezeichnete Arbeit der LG. Waren es bisher immer LG Läuferinnen und Läufer, so hielt mit Anne erstmals eine Werferin und Mehrkämpferin der LG Einzug in die Siegerliste.

2013 war ein besonderes Jahr in der langen, sehr erfolgreichen Karriere von Anne. Nachdem 2011 ihre Tochter Fabienne geboren wurde, fing sie Ende 2012 wieder so richtig mit dem Wettkampfsport an, um dann in 2013 eine ungemein vielseitige und im MTK überragende Erfolgsbilanz zu erzielen.

2 mal wurde sie Rhein-Main Regionalmeisterin (Stabhochsprung und Hammerwurf); sie warf bzw. sprang 5 mal Kreisrekord (3x im Hammerwurf, 2x im Stabhochsprung) und wurde dazu noch 7 mal Hessische Seniorenmeisterin (W 30) – 2 mal in der Halle (Kugel und 60m) und 5 mal im Freien (Hammer, Kugelstoß, Diskuswurf, Stabhochsprung, 100m Hürden). Ihren ganz großen Auftritt hatte sie aber Anfang August, als sie bei den World Masters Games in Turin (Italien) in ihrer Altersklasse W 30 mit 4 Gold- (Diskus, Hammer, Gewichtwurf, 100m Hürden), 3 Silber- (Speer, 4x100m Staffel, Wurfmehrkampf) und einer Bronzemedaille (Weitsprung) eine außergewöhnlich vielfältige Erfolgsserie innerhalb von 5 Tage hinlegte. Bei diesen Weltspielen der Senioren, die im vierjährigen Rhythmus stattfinden, erreichte sie dank vorzüglicher Wettkampfplanung ihre Höchstform, was auch durch 5 persönliche Bestleistungen in 5 Tagen dokumentiert wird.

Gegen Ende des Jahres nahm sie dann noch – zusammen mit ihrem Mann Andreas (auch er ein erfolgreicher Läufer in der LG) - an den von ihr so sehr geschätzten Jedermann-/Jedefrauzehnkämpfen teil. Dabei gewann sie diese 2-tägigen Wettbewerbe in Hamburg und Wien und wurde belegte. in Bad Nauheim den 2. Platz. Diese Wettkämpfe haben auch einen hohen Wert als Gemeinschaftsveranstaltung mit Spaßfaktor, gerne auch für ganze Familien. So nahm in Wien Tochter Fabienne zum ersten Mal an einem Wettkampf teil. Überhaupt schätzt Anne die familiäre Atmosphäre und die Trainingsmöglichkeiten, die ihr die LG BSN in Bezug auf „Familienzwänge“ bietet, sehr. Tochter Fabienne ist beim Training immer mit dabei – eine Selbstverständlichkeit bei der LG, aber bei weitem nicht in allen Leichtathletikvereinen.

Anne lebt und arbeitet seit 2004 im Rhein-Main-Gebiet, seit 2008 startet sie in für die LG BSN. Sie begann mit 6 Jahren in ihrem Heimatort Edemissen (Kreis Peine in Niedersachsen) mit der Leichtathletik. Wie viele Mädchen und Jungen in jungem Alter betrieb Anne mit Tennis, Volleyball und Hockey auch noch andere Sportarten – aber mit der Besonderheit, dass sie auch diese anderen Disziplinen bis in die Erwachsenenzeit wettkampfmäßig betrieb. Sie spielte Tennis in der niedersächsischen Verbandsliga, Volleyball in den unteren Ligen, und auch während ihrer Studentenzeit in Berlin nahm sie regelmäßig den Hockeyschläger für Punktspiele in Steglitz in die Hand. Die Wechselwirkung mit ihrer leichtathletischen Vielseitigkeit ist unverkennbar.

In der Leichtathletik betrieb sie mit den Dreikämpfen zunächst den üblichen Weg. Ein sehr frühes Schlüsselerlebnis hatte sie dann mit 10 Jahren, als sie zum ersten Mal einen Diskus in die Hand nahm. Fortan waren ihre Aktivitäten stark von dieser Disziplin geprägt, die dann Türöffner für alles wurde. Ihre Masters-Goldmedaille im Diskuswurf in Turin war da natürlich alles andere als Zufall. Schon als Schülerin war sie 2mal in der DLV-Bestenliste unter den ersten drei vertreten, auch als B-Jugendliche unter den ersten 10 im DLV. Als Mitglied des niedersächsisch/norddeutschen D/C-Kaders kam ihre Diskuskarriere dann ins Stocken, als sie keine Kaderförderung mehr bekam. Sie wandte sich dann auch dem Speerwurf stärker zu und vor allem den Mehrkämpfen – in der A-Jugend hauptsächlich Siebenkampf.

Ihre Erfolge in der Schüler- und Jugendzeit umfassen zahllose Kreis- und Niedersachsenmeisterschaften in Einzel- wie auch Mehrkampfdisziplinen. Und auch bei den Norddeutschen Meisterschaften verhalf ihr der Diskus zu einem Meistertitel. Bei einem Blick in die Rekordlisten des Kreises Peine stößt man oft auf den Namen Anne Kießling (ihr Geburtsname). So hält sie z.B. noch heute den Kreisrekord im Siebenkampf bei der A-Jugend (U 20) und im Hammerwerfen der B-Jugend (U 18). Im Schülerbereich findet man sie z.B. als Rekordhalterin im Diskuswurf bei der W 13 und Hammerwurf bei W 15. 1999 wechselte sie zur LG Braunschweig. Dort holte sie mit der Mannschaft im Jahre 2000 einen großartigen 2. Platz bei den Deutschen Mannschaftsmeisterschaften. Und ganz nebenbei weist die Braunschweiger Kreisrekordliste sie auch immer noch mit 2,74m im Stabhochsprung als Rekordlerin bei den Frauen aus – 4 cm höher als ihr aktueller anderer Stab-Kreisrekord im MTK. Auch im Speerwurf ziert ihr Name noch die gültige Braunschweiger Rekordliste.

Während ihres Wirtschaftsingenieur-Studiums in Berlin spielte sie nicht nur Hockey, sondern blieb auch der LG Braunschweig treu. Weitere schöne Erfolge stellten sich ein. Ungewöhnlich dann noch eine andere Erfolgsschiene. 2003 startete sie als Erasmus-Studentin in Glasgow bei schottischen Meisterschaften - ein „richtiger“ schottischer Titel (im Speerwurf) und eine schottischer Hochschulmeisterschaft zeugen von ungebrochener Aktivität.

Nach ihrer Berlin/Braunschweiger Zeit startete sie 2004 in Darmstadt ihre berufliche Karriere. So landete sie beim ASC Darmstadt und damit in der Hessischen Leichtathletik. Berufsbedingtes Kürzertreten war der Grund, dass man den Namen Anne Kießling nicht mehr so oft in den Ergebnislisten fand. Aber ihr Wechsel zur LG BSN ab 2009 verhalf ihr dann zu einem neuen Schub, der Anne Reuschenbach in 2013 zu neuen Höhen führte.

Ihr Mann Andreas ist als Mittelstreckler ebenfalls sehr aktiv in der LG BSN. So stimmt auch der häusliche Rahmen, der natürlich zusammen mit der notwendigen Organisationsdisziplin unbedingte Voraussetzung dafür ist, Familie, Beruf und Leistungssport so erfolgreich zu kombinieren. Ein Beispiel, das ermutigen sollte. Zu viele Talente gehen der Leichtathletik im Laufe der Zeit verloren, weil sie die Herausforderungen von eben Familie, Beruf und Sport nicht in der nötigen Weise koordinieren können. Wir hoffen, dass Familie Reuschenbach uns nicht nur noch sportlich lange erhalten, sondern auch kein Einzelfall bleibt.

 

Jahresbericht 2012

Das Jahr 2012

Die Erfolgsbilanz der LG BSN konnte im Jahr 2012 noch einmal gesteigert werden. Bei Welt-, Deutschen-, Süddeutschen- und Hessischen Meisterschaften konnten insgesamt 45 Titel errun-gen werden (35 Einzeltitel und 10 Mannschaftstitel). Besonders zu erwähnen sind hier die 2 Hallen-Weltmeistertitel von Peter Oberließen in der Klasse M50, da dies die ersten Weltmeis-tertitel für die LG BSN sind. Insgesamt standen Leichtathleten/innen der LG bei diesen Meisterschaften 82 Mal auf dem Siegerpodest. Damit war 2012 das erfolgreichste Jahr der LG BSN seit ihrer Gründung im Jahr 1984, sowohl im Jugend- als auch im Erwachsenenbereich. Aber es wurde nicht nur bei Meisterschaften gelaufen. Unsere Athleten/innen nahmen im Laufe des Jahres an mehr als 100 Wettkämpfen teil, sei es im Stadion, bei Straßen- und Volksläufen, bei Cross- oder Bergläufen. Von der Sprintstrecke bis zur Marathondistanz wurden mehr oder we-niger alle Strecken abgedeckt. Auch in den Sprung- und Wurfdisziplinen waren Athleten/innen der LG BSN am Start.

Aber auch die sozialen Komponenten kamen nicht zu kurz. Nicht nur gemeinsames Training und gemeinsame Wettkämpfe, sondern auch gemeinsame Trainingslager, Sommerfeste und Jahresabschlussfeiern haben in der Individualsportart Leichtathletik ihren ganz speziellen Wert.

Erwachsenenbereich

Peter Oberließen war in diesem Jahr der erfolgreichste Athlet im Erwachsenenbereich. Her-ausragend waren seine Titel in der Klasse M50 bei der Hallen –WM in Finnland über 400m und 800m. Daneben errang er noch 3 Deutsche Titel (800m Halle, 400m, 800m) und 7 Hessische Meistertitel (200m (Freiluft und Halle), 400m (Freiluft und Halle), 800m (Freiluft und Halle),1500m). Über 400m konnte er seinen hessischen Rekord vom letzten Jahr noch einmal um fast eine halbe Sekunde auf 54,59 Sekunden verbessern.

Bei den Damen konnte unser Neuzugang Gaby Baltruschat sich gleich bestens in Szene setzen: 2 Deutsche Meistertitel (3000m (Halle), 10 km Straße) und 4 Hessische Meistertitel (800m (Halle), 3000m (Halle), 1500m, 5000m) waren ein gelungener Einstand. Unser Altmeister Klaus Wagner dominiert immer noch seine Altersklasse. Ein Deutscher Meistertitel über die Halbmarathondistanz und 6 Hessische Meistertitel (Crosslauf, 5000m, 10000m, 10 km, Halbmarathon, Marathon) sind seine Bilanz in 2012.

Silke Pufahl wurde mit ihren Kolleginnen von der Universität Darmstadt Deutsche Hoch-schulmeisterin in der olympischen Staffel und Hessische Meisterin über 400m bei den Frauen. Daneben errang sie mit Sarah Urban, Lena Naumann und Lara Hartmann den Hessentitel über 4x200m in der Halle und mit Ellise Meyer, Lena Naumann und Lisa Naumann den Hessentitel in der 4x100m Staffel der Frauen.

Einen weiteren großen Erfolg konnte Silke Pufahl am Jahresende verbuchen. Sie wurde vom Kreisleichtathletik-Verband zur MTK-Leichtathletin des Jahres (zusammen mit J. Engelmann aus Hattersheim) gewählt. Es ist nach Ellise Meyer (2010) und Steffen Trenk (2011) bereits die dritte derartige Auszeichnung in Folge für die LG BSN.

Jugendbereich

Insgesamt wurden im Jahr 2012 57 Wettkämpfe (13 Halle und 44 Freiluft) besucht – den damit zusammen-hängenden logistischen Aufwand kann man sich gut vorstellen.

Dabei wurden 9 Kreisrekorde (KR) und 18 Vereinsrekorde aufgestellt. In der Halle werden keine derartigen Rekorde geführt.

Auf überregionaler Ebene gab es einen 6. Platz bei den deutschen Jugendmeisterschaften, einen 3. Platz bei den Süddeutschen Juniorenmeisterschaften, 1 Hessenmeisterschaft und 4 Podiumsplätze (2./3.) sowie mehrere Endkampfplatzierungen (1.-8.) bei den Hessenmeisterschaften. Auf regionaler Ebene sprangen 5 Regionalmeisterschaften, 5 weitere Podiumsplätze und 5 zu-sätzliche Endkampfplatzierungen heraus.

In der DLV-Bestenliste sind insgesamt 6 Plätze unter den ersten 50 zu verzeichnen (davon 1 mal – die 4x400m-Staffel auf Platz 6 - unter den Top 10) und auf Hessenebene sind unsere Athletinnen und Athleten 18 mal unter den ersten 10 zu finden.

Tolle Einzel- und Staffelerfolge

Die 4x400m Staffel der WJU 20, Ellise Meyer und Lena Naumann (beide U 20/A-Jgd) waren die Erfolgreichsten. Ellise und Lena liefen zusammen mit ihren unten genannten Staffelkameradinnen sowie Sarah Urban und Lisa Naumann (4x100m Staffel der Frauen) insgesamt 15 mal Kreisrekord (einschließlich der eigenen Verbesserungen) – am Schluss standen dann 7 KR zu Buche. Dazu kommen dann noch 2 KR für die Schüler Luis Cuadrado und Nils Siebeneicher, beide über 800m.

Unsere 4x400m WJU 20-Staffel (Friederike Preyer, Natascha Seifert, Denise Wagemans, Lena Naumann und Ellise Meyer - siehe unten im Bild) wurde nicht nur Hessenmeister, sondern auch 6. bei den deutschen Jugendmeisterschaften (inmitten all der Großstadtprominenz aus Düsseldorf, München, Erfurt und Berlin) in Bochum-Wattenscheid. Dabei liefen sie mit 3:56,17 die drittbeste Zeit, die in Hessen jemals eine Jugendstaffel über diese Strecke erzielt hat.

Ellise Meyers größter Einzelerfolg war die Bronzemedaille über 400m Hürden (mit KR - 64,79 – Platz 34 der DLV-Bestenliste) bei den süddeutschen Juniorenmeisterschaften (U 23). Über 400m und 400m Hürden lief sie – jeweils mit KR (58,60/64,79) – die Quali-Normen für die deutschen Jugendmeisterschaften (U 20), wo sie über die 400m an den Start ging. Über diese Strecke wurde sie auch hessische Vizemeisterin sowie 3. in der Halle. Dazu wurde sie Regio-nalmeisterin über 200m und lief Vereinsrekord über 800m. Lena Naumann qualifizierte sich über 200m (mit KR – 25,07) und 100m für die deutschen Jugendmeisterschaften (U 20), konnte wegen einer Verletzung aber leider nicht antreten. Über 100m wurde sie Regionalmeisterin. Bei den Hessenmeisterschaften wurde sie über 200m Vierte bei der w U 20- sowie 5. bei den Frauen.

Bei der WJU 18/B-Jgd. waren Denise Wagemans und Natascha Seifert die Erfolgreichsten. Beide waren am Staffelerfolg bei den deutschen Jugendmeisterschaften beteiligt. Denise holte sich die Plätz 3 und 4 bei den Hessischen B- bzw. A-Jugendmeisterschaften und wurde Regionalmeisterin über 200m. Natascha erreichte Platz 8 über 400m bei den Hessenmeisterschaften in der Halle und auf derselben Strecke Platz drei bei den Regionalmeisterschaften.

Nicht ganz so erfolgreich verlief die Saison für unsere männl. A- und B-Jugend (U 20/18). Nach den Abgängen von Steffen Trenk und Nico Best hielten Fabian Hromadka bei der MJU 20 und Fabius Hobler bei der MJU 18 die Fahne hoch. Aus unterschiedlichen Gründen absolvierten sie, sowie Kilian Gautsch aber keine komplette Wettkampfsaison. Fabian wurde Regionalmeister im Kugelstoßen und holte sich dort den 6. Platz im Weitsprung. Fabius erreichte Platz 8 bei den Hessischen Meisterschaften über 400m.

Bei all diesen Erfolgen haben es die Schülerklassen naturgemäß sehr schwer, sich in derartige Erfolgsbilanzen einzureihen, haben sie doch bis auf die Schüler A (jetzt U 16) meistens nur die Kreisebene, um sich auszuzeichnen. Und dabei sind unsere Schülerinnen und Schüler doch die Meister von morgen. Wir sind daher sehr froh, dass wir so engagierte Schülertrainerinnen und –trainer haben. Sie sorgten dafür, dass sich fast alle teilweise erheblich gegenüber dem Vorjahr und auch während der Saison steigern konnten. Dabei ganz beeindruckend: allein 52 mal gab es Neuplatzierungen unter den ersten 10 der ewigen Vereinsbestenliste.

Luis Cuadrado (M 14) und Nils Siebeneicher (M 11) sind die ersten Kreisrekordler über die neu eingeführte 800m-Strecke.Die erfolgreichsten Schüler waren Nils Siebeneicher und Kira Wagemans mit mehreren Kreismeisterschaften und Kreisbestentiteln, guten Platzierungen in den HLV-Bestenlisten (Nils allein 5x unter den ersten 10 in der M 11-Kategorie; dazu 3 Vereinsrekorde - Speer, 800m, Weit) sowie Berufungen in die MTK-Kreisauswahl. Auch Kai Strauch, Luis Cuadrado, Naomi Heidrich, Milan Zengeler, Sarah Völkert, Niklas Imhof, Anna Bauerfeind, Jasmin Schön, Christina Richter und Charlotte Hünewaldt trugen das gelbe MTK-Trikot in Bruchköbel. Nils, Jasmin, Kira und dazu Daniel Schön und Malte Zimmermann durften beim Traumeel-Vorkampf das grüne MTK-Trikot überstreifen.

Nils, Kira und Malte wurden dazu für ihre Leistungen mit einer Aufnahme in den E-Kader des HLV belohnt.

Bei der Vielzahl der genannten Erfolge und Leistungen möchten wir aber auch die Athleten nicht vergessen, die nicht namentlich erwähnt wurden oder bisher vielleicht noch nicht so erfolgreich waren, aber trotzdem mit viel Spaß bei der Sache waren.

Deshalb bleiben wir trotz aller Erfolge unserem Motto: Mit Spaß zum Erfolg – treu!

Trainer

Die erstaunlichen Leistungen unserer Athleten/Innen wären ohne das große Engagement unse-rer Trainer nicht möglich. Deshalb gilt unser besonderer Dank den Jugendtrainern Sabine Mül-ler, Christian Müller, Jochen Dittombée, Judith Wagemans, Eileen Müller, Silke Pufahl, Sascha Turek und den Erwachsenentrainern Peter Eckes, Tommi Mäkitalo (beide Langstrecke) und Jörg Kruse (Mittelstrecke).

Mitglieder und eigene Veranstaltungen

Zum Abschluss des Jahres 2012 hatte die LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain 367 Mitglieder, davon 125 Kinder und Jugendliche im Schüler- bis Juniorenbereich; der TSG Neuenhain ent-stammen 199 Mitglieder, der TSG Sulzbach entstammen 95 Mitglieder und 73 Mitglieder kommen von der TG Bad Soden.

Im Jahr 2012 richtete die LG BSN wieder ihre „Standard Wettkämpfe“ aus. Hierbei handelt es sich um den Crosslauf (gleichzeitig Kreismeisterschaft), die Bahneröffnung in Neuenhain (die in diesem Jahr zum ersten Mal auch als Leichtathletik Meisterschaften der Stadt Bad Soden ausgetragen wurden), sowie den Regionalparklauf. Die Wettkämpfe waren wieder gut besucht.

Dr. Peter Eckes, Sabine Müller, Frerk Meyer

 

Silke Pufahl - MTK Leichtahletin des Jahr 2012

Es war wie auch sonst in der Leichtathletik: die Vorbereitung sollte intensiv und verletzungsfrei erfolgt sein, die Form muss stimmen, die Wettkampfbedingungen (also Bahn, Wetter, Gegner) günstig - dann stellen sich auch gute Ergebnisse, Rekorde und Titel ein. Und wo dann Bestzeiten und Meisterschaften gefeiert werden können, steht am Ende auch die verdiente Ehrung – Silke Pufahl von der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain wurde Leichtathletin des Jahres 2012 im Main-Taunus-Kreis.

Beim Kreisleichtathletik Tag im März bekam die 24jährige Studentin Ehrenpokal und Urkunde überreicht. Neben Silke wurde mit dem Zehnkämpfer Jens-Philipp Engelmann von der LG Stadt Hattersheim auch ein männlicher Kollege geehrt. Mit Silke Pufahl wurde nach Klaus Wagner (2008) sowie Ellise Meyer (2010) und Steffen Trenk (2011) schon zum vierten Mal eine Athletin oder ein Athlet der LG BSN mit dieser hohen Kreis-Auszeichnung geehrt.

2012 war wohl das erfolgreichste Jahr in der ohnehin schon mit vielen Titeln und Rekorden dekorierten Laufbahn von Silke. Eine imposante Bilanz, die sich da ausbreitet: Eine deutsche Hochschulmeisterschaft in der Halle (in der Olympischen Staffel mit der Uni Darmstadt),eine hessische Einzelmeisterschaft über 400m, dazu zwei hessische Staffeltitel - mit der 4x200m Staffel in der Halle (zusammen mit Sarah Urban, Lena Naumann und Lara Hartmann) und mit der 4x100m Staffel im Freien (mit Ellise Meyer, Lena und Lisa Naumann), 3 Kreisrekorde – 200m, 400m und mit der 4x100m Staffel, eine Regionalmeisterschaft über 400m, Kreismeistertitel über 200m und 400m – das sind die Titel. Dann die Teilnahme an den deutschen Meisterschaften über 200m (10. Platz), mit der 4x100m Staffel (11. Platz) und über 400m (Vorlauf). Dazu eine Fülle von weiteren guten Platzierungen sowie 4 Platzierungen unter den ersten 10 der Hessischen Bestenliste 2012 (100m, 200m, 400m, 4x100m).

Silke begann mit 8 Jahren bei der TSG Sulzbach mit der Leichtathletik. Es begann dann ein steter Weg in die Spitzengruppe der hessischen Leichtathletik. Ihren ersten Hessentitel holte sie sich 2004, als sie Hessische Schülermeisterin (W 15) in der Halle über 300m wurde. Einen hohen sportlichen Wert hat auch ihr Hessentitel 2008, als sie in Borken zur Hessischen A-Jugendmeisterschaft über 100m sprintete. Weitere Erfolge auf regionaler und überregionaler Ebene folgten. Während ihrer Studentenzeit in Darmstadt holte sie sich insgesamt 4 deutsche Staffelmeisterschaften im Hochschulsport – jeweils in der Olympischen Staffel (200m/400n/200m) in der Halle mit ihren Kameradinnen von der Uni Darmstadt.

Einen zusätzlichen Schub bekam Silkes Karriere 2009, als sich die TSG Sulzbach der LG Bad Soden/Neuenhain anschloss. Insbesondere die Staffeln profitierten von der erweiterten Basis in der neuen LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain. So war z.B. auch 2011 mit Staffelerlebnissen reich garniert. Mit einem großartigen Kreisrekord holte sich die 4x400m Frauenstaffel der LG BSN (neben Silke noch Ellise Meyer, Sarah Urban und Lara Hartmann) den 2. Platz bei den Hessischen Meisterschaften und anschließend den 8. Platz bei den Deutschen Meisterschaften.

Neben den bereits erwähnten Kreisrekorden bei den Frauen über 200m, 400m und in beiden Staffeln hält Silke auch noch den MTK-Rekord über 300m Hürden der W 15-Schülerinnen. Den 100m Rekord der Frauen verpasste sie in 2012 nur um den Wimpernschlag von 3/100 Sekunden ganz, ganz knapp.

Trotz aller Erfolge in den Einzeldisziplinen misst Silke Pufahl ihren Staffelerfolgen große Bedeutung zu. Sich in der Gruppe zu freuen, hat noch mal etwas ganz Besonderes. Und wer die unbändige Freude von Silke und ihren drei Mitstreiterinnen nach dem 4x100m Staffelsieg in Friedberg bei den Hessischen Meisterschaften 2012 erlebt hat, der weiß, was Staffelerlebnisse sind.