Wer rastet der rostet

Fit bis ins hohe Alter

Gerade für ältere Menschen ist es wichtig, sich regelmäßig zu bewegen. Dabei sollten sie sich nicht verausgaben, sondern unter Rücksichtnahme auf ihre individuellen Möglichkeiten durch Übungen im Sitzen, Stehen oder Gehen ihre motorischen Fähigkeiten erhalten und verbessern. Dies bietet der Kurs „Wer rastet, der rostet!“ – der unter professioneller Anleitung von Silke Petri einmal die Woche stattfindet.

Sturzprophylaxe „Wer rastet, der rostet“ mit Silke Petri / Kursnummer - 2017 0014

vorraussichtlicher Start:  Donnerstag 14.9.2017 – 9.30 Uhr (60 min)

Kursdauer:        10 Wochen

Kosten:             Mitglieder 50 Euro, Nichtmitglieder 80 Euro

Ort:                  Hasselgrundhalle

Das Anmeldeformular folgt, sobald die genauen Termine feststehen.

Sturzprophylaxe mit Silke Petri

 

Artikel im Höchster Kreisblatt vom 18.4.16

Balancieren gehört zur Prävention

von Juliane Schneider

TG Bad Soden bietet Sturz-Prophylaxe für Senioren an

Meist sind es Hüft- oder Oberschenkelhalsbrüche, die sich ältere Menschen bei einem Sturz zuziehen. Intensives Training kann diese Gefahr verringern.

Bad Soden. 

Im Züricher Hauptbahnhof hat es Gerhild „erwischt“. „Ich bin über einen Kinderkoffer gestolpert und hingefallen“, berichtet die Seniorin. Zum Glück sei sie mit ein paar blauen Flecken davongekommen. „Die Umstehenden meinten, dass ich mich sehr gut aufgefangen habe“, erinnert sie sich. Dass sie so geschickt zu reagieren wusste, führt die Bad Sodenerin auf ihre regelmäßige Gymnastik zurück. Jeden Donnerstag nämlich geht sie um 9.30 Uhr in die Hasselgrundhalle zum TG-Angebot „Sturz-Prophylaxe“. Da lerne sie, ihre Glieder gelenkig zu halten und auch auf wackelndem Grund nicht die Balance zu verlieren. „Das ist schon beim Herbstlaub auf der Straße der Fall“, weiß Trainerin Silke Petri, die die acht Damen im Alter von 60 bis 93 Jahren fit hält. Zum Trainieren hat sie diesmal einen Parcours aufgebaut. Erst geht es über ein dickes Tau unter den blauen Turnmatten, danach über Gummiringe. Schließlich gilt es noch, in Seilschlaufen zu treten. Im Ziel wird einmal gewendet und der Balanceakt in anderer Richtung vollzogen. Schon vorher hatten die acht Damen im Kreis zur Musik Arme und Beine kreisen lassen. Gerne verknüpft Trainerin ihre Turnübungen mit einer Knobelaufgabe. Beides zu koordinieren sei nämlich eine besondere Herausforderung an das Gehirn und sehr wichtig.

Auch im Alltag könne man Standfestigkeit trainieren. „Stellen Sie sich beim Zähneputzen einfach mal auf ein Bein“, rät Petri. Schon kurz nach dem Aufstehen könne man vor dem Bett ein paar Kniebeuge machen. „Falls man umkippt, fällt man direkt ins Bett.“ Hilfreich sei auch der Tandemstand, bei dem ein Fuß vor den anderen gestellt werde, am besten mit geschlossenen Augen. „So etwas kann man auf den Fugen der heimischen Fliesen üben.“ Auch fürs Aufstehen nach einem Sturz hat die Übungsleiterin Tipps parat. Am besten robbe man wie ein Kleinkind auf dem Po zur nächsten Möglichkeit, an der man sich hochziehen könne. „Aber bitte darauf achten, dass der Punkt standfest ist.“

Die Teilnehmerinnen sind begeistert von dem regelmäßigen Training, zumal sich Erfolge zeigen. „Ich habe zwei künstliche Kniegelenke“, berichtet Dorothea (71). Da sei das Training sehr gut. Das kann Veronika Netzband nur bestätigen. Vor eineinhalb Jahren habe sie ihre zweite Hüft-Operation hinter sich gebracht, erzählt die 82-Jährige. Schon in der Reha hätten Fachkräfte erkannt, dass sie sich – im Vergleich zu manch anderem Patienten – regelmäßig bewege. „Man verkraftet das ganz anders und ist viel schneller fit“, so ihre Erfahrung. Seit fünf Jahren gehe sie regelmäßig zur Prophylaxe. Manchmal müsse man sich in den Allerwertesten treten um auch tatsächlich hinzugehen, gibt eine Teilnehmerin offen zu. Aber, wie es im Untertitel der Sturz-Prophylaxe richtig heiße: „Wer rastet, der rostet“.

Neben der Bewegung sind vielen auch der Austausch und die regelmäßigen Kontakte wichtig. „Man kommt einfach mal raus, wenn man weiß, dass ein fester Termin ansteht“, weiß die Trainerin. Manchmal gehe man im Anschluss noch zusammen Kaffee trinken. Nur Männer ließen sich bis jetzt leider nicht gewinnen. „Die gehen eher zur Skigymnastik.“ Wer Interesse hat , kann gern „hineinschnuppern“. Und zwar jeden Donnerstag von 9.30 bis 10.30 Uhr in der Hasselgrundhalle. Weitere Infos gibt Übungsleiterin Silke Petri unter Telefon (0 61 96) 58 00 59.

Artikel vom 18.04.2016, 03:00 Uhr (letzte Änderung 21.04.2016, 03:36 Uhr)

Artikel: http://www.fnp.de/lokales/main-taunus-kreis/Balancieren-gehoert-zur-Praevention;art676,1965410

© 2016 Frankfurter Neue Presse

Interessenten können sich bei Ede Bergmann unter ede.bergmann@tg-badsoden.de oder telefonisch (0176/24345120) melden.

Für dieses Angebot ist eine Anmeldung notwendig.

Teilnahmegebühr für 10 Einheiten:
50,00 € für Mitglieder / 80,00 € für Nicht-Mitglieder

Ihre Ansprechpartnerin: Edna Bergmann

Ihre Übungsleiterin: Silke Petri