Bad Soden kann noch zulegen

12.01.2011 - Günther weiß, wo er ansetzen muss – Fornhoff verletzt sich

In Sachen Organisation und Zuspruch war das Handballturnier für Damen-Mannschaften rundum gelungen.

Bad Soden. So viel steht schon einmal fest: Die geglückte Premiere macht Lust auf mehr. Geht es nach dem Ausrichter, so wird es eine Neuauflage geben. «Das Turnier ist reibungslos verlaufen, und es war sehr gut besucht», freute sich Bad Sodens Trainer Paul Günther.

Für sein Team selbst lief es allerdings nicht ganz wie erhofft. Mit den 6:8-Niederlagen gegen die Landesligisten HSG Gedern/Nidda und TSF Heuchelheim musste man rechnen, nicht aber mit der 11:12-Niederlage gegen den A-Ligisten HSG Obertshausen/Heusenstamm. Günther nahm das gelassen: «Wir haben praktisch drei Wochen lang nichts gemacht und hatten Ausfälle. Die Abwehr war okay, aber im Angriff hat bei uns die Feinabstimmung gefehlt. Das ist aber von Spiel zu Spiel besser geworden.» Im Spiel um den siebten Platz gegen die HSG Hochheim/Wicker sah er beim 10:7 immerhin ansatzweise ein Spiel seiner Mannschaft, wie er es sich vorstellt, auch wenn er einige Damen auf dem Feld hatte, die lange nicht mehr gespielt hatten. «Es gab aber auch Situationen, in denen wir drei Spielerinnen mehr auf dem Feld hatten und dann die Außenspielerinnen zum Abschluss kamen, wo eigentlich der Rückraum gefordert war», berichtete Günther. Bitter: Larissa Fornhoff zog sich eine Bänderverletzung zu, als sie nach dem Turnier mit Kindern spielte und auf einen Ball trat.

Was Seipel alles sieht

Zufrieden war Reiner Seipel, seit November Trainer der HSG Hochheim/Wicker, mit der Leistung seiner Mannschaft: «Das Abwehrverhalten hat sich verbessert. Gegen Bruchköbel haben wir nur durch einen Treffer 20 Sekunden vor Schluss mit 5:6 verloren, auch gegen Bad Soden haben wir lange gut mitgehalten.» Er sieht aber auch die Schwächen seines Teams in der Verwertung von freien Torchancen und in der Rückwärtsbewegung, die für die Niederlagen gegen Kelsterbach und Dieburg/Groß-Zimmern verantwortlich war. Zudem fehlten ihm beide Torfrauen. Karina Löffler, die aus Bauschheim kam, wird den Rückraum seiner Mannschaft verstärken.

Das Finale gewann die FSG Dieburg/Groß-Zimmern mit 8:7 gegen die HSG Gedern/Nidda. Dritte wurde die SG Bruchköbel, die sich gegen die TSF Heuchelheim durchsetzte. Auf Rang fünf kam der BSC Kelsterbach vor der HSG Obertshausen/Heusenstamm, der TG Bad Soden und der HSG Hochheim/Wicker. vho (vho)

Quelle:Höchster Kreisblatt