Volleyball 2. Bundesliga: Da war der Wurm drin

30.11.2010 - Kieslings Mannschaft geht am Ende die Konzentration flöten

In der II. Volleyball-Bundesliga Süd zogen die Damen der TG Bad Soden mal wieder im fünften Satz den Kürzeren. In der entscheidenden Phase des Spiels ging den Gästen die Kraft aus. Bad Soden. Beim VfL Nürnberg unterlag die Mannschaft von Elena Kiesling knapp mit 2:3 (25:17, 25:22, 25:27, 24:26, 10:15). «Wir waren einfach zu inkonsequent», ärgerte sich die Trainerin, nachdem ihr Team bereits mit 2:0 in Führung gelegen und wie der sichere Sieger ausgesehen hatte. Doch lediglich im ersten Satz war es für die Gäste richtig rund gelaufen. Da knüpfte die TG Bad Soden an die überzeugenden Leistungen gegen Wetter und Saarbrücken an. Auf der Libero-Position begann diesmal Aline Beigel, denn Rebecca Schäfer war nicht dabei. Später wechselte sich Beigel mit Anna Wacker ab. Beide machten ihre Sache gut, wie Trainerin Kiesling meinte. Der Lohn war die schnelle und verdiente Führung durch das, zu diesem Zeitpunkt noch sehr souveräne, 25:17. Im zweiten Abschnitt zog Nürnberg schon sehr deutlich auf und davon, doch die Gäste leiteten durch eine Aufholjagd die unverhoffte Wende ein. «Den zweiten Satz haben wir nur mit Hängen und Würgen noch gewonnen», berichtete Elena Kiesling vom knappen, aber noch erfolgreichen 25:22, das die 2:0-Satzführung für Bad Soden bedeutete. Doch damit wurde auch die Niederlage der Gäste eingeläutet. Die Gastgeberinnen waren nun deutlich besser im Spiel und ließen auch nach dem 0:2-Rückstand nicht locker. Die Begegnung war fortan sehr zerfahren, denn auch das Schiedsrichtergespann sorgte mit einigen fragwürdigen Entscheidungen auf beiden Seiten für reichlich Unruhe auf dem Spielfeld. Vor allem aber leistete sich Bad Soden nun im Angriff zu viele Fehler. Die Punktausbeute war dadurch eindeutig zu gering. Das war der wichtigste Grund dafür, warum Nürnberg durch das 27:25 – wobei die Gastgeberinnen ständig im Vorteil waren – zum 1:2 kamen. Genau so ging es auch im vierten Satz weiter. Der VfL Nürnberg blieb am Drücker und Bad Soden agierte zu fehlerhaft. Der vierte Durchgang ging ebenso knapp mit 26:24 an Nürnberg, das dadurch den fünften Satz erzwungen hatte. So musste also wieder einmal der ungeliebte Tiebreak, mit dem die TG Bad Soden bisher ohnehin keine guten Erfahrungen gemacht hatte, entscheiden. Dies sollte sich auch diesmal nicht ändern. Allerdings machten sich bei Bad Soden auch die beiden Spiele am Wochenende zuvor bemerkbar. Die Nürnbergerinnen nutzten die kleine körperliche Schwäche und drehten die Partie durch das letztlich klare 15:10 zu ihren Gunsten. Fernab der Abstiegszone «Diese Niederlage tut weh. Das Aufbäumen fehlte. Keiner hat an seiner Leistungsgrenze gespielt. In jedem Element war ein bisschen der Wurm drin. Die Kräfte sind uns ausgegangen und damit ist die Konzentration flöten gegangen», resümierte Trainerin Kiesling. Mit zehn Punkten aus zehn Partien rangiert ihre Mannschaft auf dem guten achten Platz, fernab der Abstiegszone. In den verbleibenden zwei Partien des Jahres – kommende Woche ist die TG Bad Soden spielfrei, danach stehen die Heimspiele gegen Dresden und Augsburg an – hofft Kiesling, dass ihre Mannschaft alle Kräfte mobilisiert. «Die Pause wird uns gut tun», freut sie sich auf die spielfreie Zeit danach. TG Bad Soden: Sue-Ann Becker, Aline Beigel, Pamela Blazek, Stella Buresch, Hanna Günther, Elena Kiesling, Tanja Kunstmann, Denise Kuss, Marlen Muschter, Anna Wacker, Andrea Wesche. Cn Artikel Höchster Kreisblatt vom 29. November 2010