Ehrenbrief für „Mister Spielmannszug“ Dieter Kark

07.04.2010 - Er liebt die Musik

Hin und wieder glitt ein leichtes Schmunzeln über sein Gesicht. Ansonsten aber lauschte Dieter Kark mit ernster Miene den Worten von Bürgermeister Norbert Altenkamp während der Jahreshauptversammlung der TG. «Jemand, der seit 50 Jahren Mitglied bei der Sodener Turngemeinde ist, muss schon alle hohen Weihen erhalten haben, die ein Verein zu vergeben hat», sagte Altenkamp. Doch der gebürtige Sodener habe in weitaus mehr Rollen für das Wohl des Gemeinwesens agiert. Über Jahrzehnte habe der 60-Jährige als «Protokoller» bei der Sodener Karneval Gesellschaft in der Bütt gestanden und habe manchem in der Kurstadt die Schweißperlen auf die Stirn getrieben. Den Ehrenbrief des Landes Hessen, mit dem Kark für sein Engagement nun geehrt werde, betonte Altenkamp, habe er sich mit Fug und Recht verdient. Doch das bedeute nicht, dass er sich als Chef des Spielmannszuges verabschieden dürfe. Mit einer Ehrung habe er gerechnet, erwiderte Kark, «aber dass es gleich so eine hohe Auszeichnung ist», fügte er bewegt hinzu, darauf sei er nicht vorbereitet gewesen. Natürlich werde er sich nicht auf die faule Haut legen. «Ich bin in die Musik hineingewachsen und kann ohne sie nicht leben.» Im Gegenteil – er möchte die Truppe ausbauen, verrät Kark, dabei gehe es ihm besonders um den Nachwuchs. Ein neuer Name soll dem Spielmannszug mehr Schwung geben: «Musikzug». Anzeige Dieter Kark hat 1964 als 15-Jähriger beim damaligen Abteilungsleiter Gerhard Hassler mit dem Trommeln angefangen. Auf Hasslers Rat wechselte Kark zur Sopran-Querflöte. 10 Jahre später gründeten Hassler und Kark einen Schüler-Spielmannszug mit 56 Kindern. Kark brachte den Mädchen und Jungen das Spielen der Querflöte und das Trommeln bei. Kark wurde 1988 als Hasslers Nachfolger Abteilungsleiter. Vor sechs Jahren war er maßgeblich daran beteiligt, dass sich der Spielmannszug der Blasmusik zuwandte. Festliche Aktivitäten in der Kurstadt sind ohne den Spielmannszug fast undenkbar. So stand außer Frage, dass zur Verleihung des Ehrenbriefes eine siebenköpfige Abordnung des Spielmannszuges in die Hasselgrundhalle gekommen war, um ihrem Chef musikalisch zu gratulieren. Quelle: Höchster Kreisblatt, kra