50 Jahre Längenfeld

22.03.2010 - Hans Georg Mies feiert 50 Jahre Tirol

Dass das Herz eines wahren Deutschen in Bayern, in den Alpen, in Tirol schlägt, finden zwar viele Zeitgenossen, aber ich habe noch nie einen kennen gelernt, vielleicht, außer mich selbst, wenn noch ein paar Jahre vergangen sind. Im Jahre 1960, als er kurz vorher den damaligen Juniorchef des Hauses „Zum Hirschen“ Paul Gstrein, der in Deutschland, wie man heute sagt auf Promotiontour anlässlich des Besuches seiner Schwester in der Pfalz, war, kennenlernte, seinen ersten Winterurlaub in Längenfeld/Tirol im herrlichen Ötztal verbrachte, dachte er sicherlich nicht daran, dieses Ereignis 50 Jahre später im Kreise von Familie und Freunden zu feiern. Zwar fand Hans-Georg Mies 1960 genügend Schnee in Längenfeld vor, aber von einer touristischen Nutzung, wie heute, soweit entfernt, wie damals uns der Mond war. Die Absicht Schi zu laufen musste im Schweiße des Angesichts errungen werden. Lifte so gut wie Fehlanzeige, gepflegte Pisten – Fehlanzeige, dafür traumhaft schöne Schneehänge, die mussten aber mit Fellen unter den Schien erobert werden. So begann dann die Liebe zu dieser herrlichen Landschaft. Und wenn dann auch noch die Chemie zu den Gastgebern – Freunden sich positiv entwickelte, kann es – ist – es geschehen, 50 Jahre nach Längenfeld zu kommen. Diesem einmaligen Ereignis gedachte ein kleiner Kreis von Freunden und Mitgliedern der Turngemeinde anlässlich der - ich weiss nicht wievielten - Winterfahrt Anfang März in Längenfeld. Die jetzigen Gastgeber, die Inhaber des Hotels „ Zum Hirschen“ in Längenfeld, das Ehepaar Markus Bochdansky und Renate Gstrein-Bochdansky, hatten zu einem Festabend eingeladen und konnten neben dem Ehrengast und seinen Freunden auch Einheimische wie Bürgermeister Willi Kuen und Frau Rosamunde, den stellvertretenden Geschäftsführer des Tourismusverbandes Ötztal Ewald Schmid, die ehemaligen Gastgeber und Inhaber des „Hirschen“ Paul und Gitta Gstrein, Marlies und Siggi Reindl von der Jausenstation Siggi in Burgstein und die unverwüstlichen Seppl und Paula Hausegger begrüßen. In einem launigen Bildvortrag, ließ Markus Bochdansky die 50 Jahre, die Hans Georg Mies nach Längenfeld gekommen ist, Revue passieren. Zuerst mit einigen Freunden, dann mit Familie und ab 1970 regelmäßig mit einer Schibegeisterten Truppe der Turngemeinde. Für diese Initiative wurde Hans Georg Mies schon vor Jahren von der Gemeinde Längenfeld und dem Tourismusverband geehrt. Seit dem Jahre 1999 fährt auch eine Wandergruppe im September nach Längenfeld, um Berge zu besteigen und Almen zu erwandern. Die eindrucksvollen Bilder, die zu sehen waren, riefen Erinnerungen wach, aber ließen auch Wehmut aufkommen. Die Erschließung des Ötztales und das totale Schiangebot (u.a Gletscherschilauf) sind zu Lasten der Heimeligkeit, der Bedächtigkeit und der Gemütlichkeit gegangen. Allerdings wird von unseren Gastgebern im „Hirschen“ diese damalige Atmosphäre versucht zu bewahren, und dass dies unter unserer heutigen Erwartungshaltung gelungen ist, beweist, dass Hans Georg Mies 50 Jahre nach Längenfeld gekommen ist. Zusätzlich hat er diesen Bazillus an Freunde weitergegeben. Bürgermeister Willi Kuen und Ewald Schmid hoben das Engagement und die Initiative von Hans Georg Mies und die damit verbundene Werbung für Längenfeld hervor und dankten ihm mit Präsenten. Der Abend klang dann bei Austausch von Erinnerungen und sehr interessanten Gesprächen aus. Gar zu schnell verrann die Zeit und schon wird die nächste Fahrt geplant. Hanns-Joachim Geiger