Hallensaison 2021/2022 – kurzer Rückblick

28.06.2022 - Das Bedeutsame an diesem Rückblick ist zunächst, dass es nach zwei Corona-Jahren überhaupt wieder Wettkämpfe unter dem Hallendach gab.

HM-2022-Bronzestaffel E.Höhn,N.Szangolies,E.Laux,E.Nägel (v.lks)

Das Bedeutsame an diesem Rückblick ist zunächst, dass es nach zwei Corona-Jahren überhaupt wieder Wettkämpfe unter dem Hallendach gab. Es wurde auch – bis auf die Kreismeisterschaften – ein komplettes Meisterschaftsprogramm durchgezogen. Allerdings gab es darüber hinaus für die LeichtathletInnen der LG nur einen Wettkampf außerhalb von Titelkämpfen und leider waren die Leidtragenden wieder die jüngeren Jahrgänge – von U 14 abwärts. Sie konnten sich nämlich in keinem einzigen Wettkampf mit Gleichaltrigen messen. 

Die trockene Zahlenbilanz sieht so aus, dass es zwar nicht zu einem Landestitel reichte (abgesehen von den Seniorinnen, dazu gesondert weiter unten), aber 4 Medaillen können sich durchaus sehen lassen – 2 Einzelmedaillen durch Emelie Kastl und 2 Staffelmedaillen durch ein weibliches Quartett. Die Rekordbilanz weist 4 neue Vereinshallenrekorde aus.

Emelie Kastl steuerte 2 Rekorde bei – 200m und 400m in ihrer neuen Alterskategorie U18. Über  200m konnte sie sich für die Deutschen Hallenmeisterschaften der U 20 qualifizieren. Schon vorher war sie bei den Süddeutschen Meisterschaften in Frankfurt-Kalbach über dieselbe Strecke am Start – Platz 4 mit neuem Vereinsrekord in der Halle von 25,60 Sekunden, exakt die Zeit, die sie dann auch bei den Deutschen Titelkämpfen auf die Bahn in Sindelfingen legte. Vereinsrekord Nr. 2 für Emelie bedeuten ihre 60,39 Sekunden über 400m bei der U 18. Mit dieser Zeit holte sie sich die Silbermedaille bei den Hessischen Landesmeisterschaften. Eine weitere hessische Medaille holte sie über 200m – Bronze in der U 18 Altersklasse.

Staffelerfolge waren schon immer ein ziemlicher Aktivposten der LG BSN. Die Silbermedaille der U18-Staffel bei den Hessischen Titelkämpfen war eine ganz besondere Leistung. Denn es war rein vom Alter her eine U16-Staffel. Das Quartett mit Neela Szangolies, Emma Höhn (beide W 14, aber noch 13 Jahre alt), Emilia Laux und Johanna Althoff (beide W 15) behauptete sich trotz riesiger Nervosität bei den 2-3 Jahre älteren Gegnerinnen nachhaltig und lief hinter der siegreichen Staffel von Eintracht Frankfurt überraschend auf Platz 2. In ihrer eigentlichen Altersklasse U16 mussten die Vier (diesmal mit Elisa Nägel für Johanna Althoff) nur die halbe Strecke laufen (4x100m). Offensichtlich etwas zu kurz, denn es langte nicht ganz zu Silber, aber Bronze mit Vereinsrekord (53,60 Sekunden) war eine weitere Glanzleistung dieses jungen Quartetts. Vereinsrekord Nr. 4 geht auf das Konto von Theodora Bijelic (W15), die im Weitsprung die Rekordmarke auf 5,07 Meter schraubte. Das ist aber nicht ganz das, was sie leisten kann und auch schon im Freien geleistet hat. Auf Platz 8 der U18-Hessenmeisterschaften wurde sie etwas unter Wert geschlagen. Allerdings holte sie sich in ihrer  eigentlichen Altersklasse W 15 den 4. Platz aber – nochmal allerdings - „nur“ mit 4,90 Meter. Aber das ist Weitsprung – mal passt der Anlauf, mal wird das Brett nicht richtig getroffen.

Wie man sieht, ist die LG-Erfolgsbilanz äußerst weiblich. Da werden sich die Jungs im Sommer etwas einfallen lassen  müssen um mitzuhalten.

Auch in den Seniorenklassen waren seitens der LG BSN ausschließlich Athletinnen am Start und auch wieder recht erfolgreich. Mit elf Hessentiteln im Gepäck traten die 6 Athletinnen die Heimreise aus Stadtallendorf an. Nun waren die Teilnehmerzahlen höchst unterschiedlich – bei manchen Disziplinen war  nur eine Teilnehmerin am Start, da reichte das Antreten schon zur Meisterschaft. Es musste dann schon die Zeit oder Weite für die richtige Einordnung des sportlichen Wertes sorgen. Aber da bestehen bei unseren Damen keine Zweifel – oft genug haben sie ihre Klasse bei nationalen Titelkämpfen bewiesen. Anne Reuschenbach (W40) holte drei Titel (Weit-, Hoch- und Stabhochsprung); je zweimal siegreich waren Vanessa Lemence (W35/60m Hürden, Hochsprung), Nicole Strenkert (W45/Hochsprung, 60m Hürden) und Margret Göttnauer (W70/800m und 3000m). Sarah Schraub (W35) über 200m und Brigitte Lemence (W65) im Hochsprung trugen sich je einmal in die Siegerlisten ein. Leider gab es Corona-bedingt keine deutschen Hallenmeisterschaften – es hätte mit Sicherheit auch dort wieder Medaillen gegeben.

 

 

Ihr Ansprechpartner: Frerk Meyer