Rückblick auf die Hallensaison 2019/2020

18.05.2020 - Der Beginn der Freiluftsaison liegt noch in weiter Ferne, aber immerhin konnte die Hallensaison 2019/2020 noch abgeschlossen werden. Wir schauen noch einmal auf Meisterschaften und Rekorde zurück

4x200m-Staffeln-die Älteren (W35) und die Jüngeren (U20)

Eigentlich hätte an dieser Stelle ein Bericht von den ersten Wettkämpfen der Leichtathleten in der Freiluftsaison stehen sollen, von den Bahneröffnungen. Eigentlich. Aber in Corona-Zeiten ist alles anders. Denn es hat sich herumgesprochen, dass Corona nicht etwa ein besonders wirksames neues Dopingmittel aus Osteuropa ist, sondern ein tückisches Virus, das den gesamten Sportbetrieb zum Erliegen gebracht hat. Abgesehen von der Sondernummer Fußball-Bundesliga, ist an Wettkämpfe, an Meisterschaften gar, nicht zu denken. Hier und da gibt es nun erste Versuche, wieder einen Trainingsbetrieb auf die Beine zu stellen.

Um überhaupt etwas Wettkampfatmosphäre zu vermitteln, wird daher in diesen Spalten auf die vergangene Hallensaison zurückgeblickt. Ein Rückblick ohne Ausblick – wo doch eigentlich das Reizvolle eines Rückblicks auch darin liegt, die Erkenntnisse der Vergangenheit in hoffnungsvolle Prognosen für die Zukunft  zu gießen.

Die LG BSN nahm in der abgelaufenen Hallensaison 2019/2020 mit  insgesamt 47 AthletInnen an 15 Wettkämpfen teil. Die Leichtathletik zählt ja zu den Sportarten, die mit messbaren Resultaten Vergleiche zulassen und die mit Platzierungen bei den Wettkämpfen klare Ergebnisse bringen.

Im Vordergrund der Saisonbilanzen stehen meistens die Erfolge bei Meisterschaften. Es gibt aber auch noch einen anderen Gradmesser und das sind die Rekord- bzw. Bestenlisten. Es ist ja eine der Besonderheiten der Leichtathletik, dass sowohl absolute als auch relative Leistungen ihre Bedeutung haben. Die Bestenlisten spiegeln die absolut besten Leistungen der AthletInnen in einem Jahr wieder. Ob diese AthletInnen aber auch bei den Meisterschaften im direkten Wettbewerb der Besten ganz vorne liegen, kommt in den Ergebnislisten zum Ausdruck. Schauen wir uns nun beide Bereiche an.

Die LG BSN nahm wie immer vor allem an den Hessischen und an den Kreismeisterschaften teil, manchmal erlauben die Qualifikationsleistungen auch einen Start bei den Süddeutschen Titelkämpfen. Einige herausragende SeniorInnen schaffen es auch bis zu den Deutschen Meisterschaften, oft mit beachtlichen Medaillenerfolgen.

Auf der Habenseite der LG BSN-Bilanz bei Hessischen Meisterschaften stehen ein Titel, 2 Silbermedaillen, drei 5. Plätze und ein 6. Rang zu Buche. Den einzigen Hessentitel holte wie im Vorjahr Kai Strauch über 400m und auch die 4x200m-Staffel der Männer mit Hendrik Becker, Kai Strauch, Patrick Hessami und Patrick Gottschalk konnte ihren 2. Platz aus dem Vorjahr verteidigen  Sehr erfreulich auch die Silbermedaille der 4x100m-Staffel der m U 16 mit Fran Tomazic, Jan-Hendrik Schuster, Leo Burns und Nicolas Popp. Arne Kracke (U 18) qualifizierte sich im 60m-Sprint für die Süddeutschen Titelkämpfe, konnte sich dort aber nicht im Vorderfeld platzieren. Kai Strauch hat seinen Deutschen 400m-Hochschultitel in diesem Jahr nicht verteidigt, sondern bekam ehrenvolle Einladungen zu  den großen Hallensportfesten in Erfurt und Dortmund, wo er internationale Atmosphäre schnuppern konnte.

Auch die Kreismeisterschaften brachten wieder eine recht gute Ausbeute. Auf den Medaillenrängen gab es für die LG BSN 18 Meisterschaften, 7 zweite und 5 dritte Plätze, insgesamt also 30 Podiumsplätze. Dazu kommen drei 4. Plätze sowie je ein 6., 7. und 8. Rang. Das macht in toto 36 Endkampfplätze. Erfolgreichste Athletin war Theodora Bijelic (W 13) mit insgesamt 4 Titeln – 3 Einzelmeisterschaften (Dreikampf, 60m Hürden, Weitsprung) und 1mal mit der U 14 4x100m Staffel. Arne Kracke (U 18) wurde Doppelmeister (60m/200m).

Über das Abschneiden der SeniorInnen bei den Deutschen Meisterschaften wurde in der BSZ bereits berichtet. Zusammengefasst sei noch einmal in Erinnerung gerufen, dass Anne Reuschenbach 3 Titel holte (60mH, Kugel, Speer) und 3 Silbermedaillen gewann (Stab, Dreisprung, Diskus), Margret Göttnauer auch wieder ihren obligaten Titel holte (3000m), es für Sarah Schraub zum ersten Mal einen Podiumsplatz (Bronze über 400m) gab und die 4x200m-Staffel (S. Müller, S. Schraub, A. Reuschenbach, F. Zirnig) auf dem silbernen Podestplatz stehen durfte.

Ein Merkmal jeder Hallensaison ist, dass während der Saison zum Jahreswechsel viele AthletInnen ihre Altersklassen wechseln. Diese haben dann die Möglichkeiten, in einer Disziplin Rekorde in zwei verschiedenen Altersstufen aufzustellen. Davon machte z.B. Emelie Kastl Gebrauch. Sie verbesserte die Vereinsrekorde über 800m sowohl in der Kategorie W 13 wie auch W 14. Dazu holte sie sich noch die Vereinsbestleistung über 300m in der W14. Für die anderen 4 Vereinshallenrekorde zeichneten Anne Reuschenbach im Dreisprung der Frauen, Julia Jung (W15) im Hochsprung, die 4x100m-Staffel der w U14 mit N. Szangolies, A. Eser, N. Schäfer und T. Bijelic sowie die 4x50m-Staffel der w U12 (N. Nägel, E. Strenkert, L. Wieberneit, A. Reitze) verantwortlich. Neben diesen 7 neuen Bestmarken gab es noch insgesamt 77 Veränderungen auf den jeweils ersten 10 Plätzen in den einzelnen Disziplinen der ewigen Hallenbestenliste.

Wie oben schon kurz angedeutet wäre es sehr reizvoll gewesen, mit den vorstehenden Resultaten und Leistungen einen Ausblick auf die Freiluftsaison zu wagen. Aber vielleicht bietet sich ja im Spätsommer noch ein anderes, optimistischeres Bild.

Ihr Ansprechpartner: Frerk Meyer