Über 5.000 Euro Spendengelder erlaufen

13.11.2018 - Megamarsch der TG Bad Soden erbrachte über 5.000 Euro für das Nachsorgeteam Rückenwind des Klinikums Frankfurt Höchst 

Die Initiatoren der TG bei der Spendenübergabe

Frankfurt a.M. Das Nachsorgeteam Rückenwind der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin am Klinikum Frankfurt Höchst kann sich über neuen „Rückenwind“ freuen. Der Erlös aus dem Spendenlauf der Turngemeinde 1875 Bad Soden im Rahmen des diesjährigen Megamarsches in Höhe von 5.160 EURO wurde am Montag der Kinderhilfestiftung für das Rückenwindteam übergeben. „Spenden sind immer herzlich willkommen, da der Erhalt der Nachsorge durch die Krankenkassen nicht ausreichend finanziert wird und wir somit auf Spendengelder angewiesen sind“, erklärt Andrea Christiansen vom Nachsorgeteam Rückenwind. Gemeinsam mit Chefarzt Prof. Dr. med. Lothar Schrod, Bereichsleitung Susanne Ressel und Bruno Seibert, Vorsitzender des Vorstandes der Kinderhilfestiftung, bedankte sie sich für die Unterstützung. 

Ein sportliches Ziel vor Augen, das soziale Engagement im RückenDie Teilnehmerinnen der „Boot Camp“-Trainingsgruppe hatten sich ein Ziel gesetzt. Sie nahmen gemeinsam am diesjährigen „Mega Marsch“ teil, bei dem eine Strecke von 100 Kilometern in 24 Stunden zurückgelegt werden musste. Die Gruppe verband ihr sportliches Ziel mit einem sozialen Aspekt.  Für jeden erlaufenen Kilometer wurde um Spenden gebeten. Die Idee dafür hatte Initiatorin und Übungsleiterin Hanna Himmelreich-Pankratz nach einem Gespräch mit Extremsportler Joey Kelly am Rande eines Kongresses. „Die Sorgen und Probleme können wir den durch das Nachsorgeteam Rückenwind betreuten Familien nicht nehmen. Aber wir können mit einer Spende dazu beitragen, dass sie auf dem Weg in den Alltag kompetent begleitet werden und sich einen kleinen Wunsch erfüllen können“, unterstreicht Hanna Himmelreich-Pankratz den Teamgedanken. „Wegen der geringen Zielquote von 30 Prozent war es sehr spannend, ob das Team wirklich so zahlreich ins Ziel kommen würde. Es gab Spenden, die auf den letzten Kilometern lagen. Beispielsweise waren die Kilometer 75 bis 85 mit rund 70 EURO pro Kilometer hoch dotiert. Auch gab es Zielprämien für bestimmte Läufer. Jede Spende wurde abgeräumt. Alle TG-Läuferinnen erreichten lange vor Zielschluss das 100 km entfernte Ziel. Die Gastläuferin hat grandiose 60 Kilometer zurückgelegt“, so Hanna Himmelreich-Pankratz.

Unternehmen aus der Region wie die Taunus-Sparkasse, die Nouryon, die Frankfurter Sparkasse, die Firma Cosnova, die Süwag, die Nassauische Sparkasse, die Gemeinde Sulzbach, Optik Knauer und Sport Göttert sowie f3-orthodontics beteiligten sich neben vielen privaten Spendern an der Aktion. 

Das traditionell von der Kinderhilfestiftung geförderte Projekt „Rückenwind“ unterstützt Eltern mit Frühgeborenen sowie chronisch kranken Kindern, sobald diese das Krankhaus verlassen haben. Mobile Fachkräfte organisieren, beraten und begleiten die Eltern bei den vielfältigen Herausforderungen, die der individuelle Alltag an sie stellt. Die Leistungen des Teams Rückenwind werden durch die Kostenträger, die Krankenkassen, nicht komplett refinanziert. „Neben der Unterstützung durch die Kinderhilfestiftung ist das Team für den Fortbestand des Projekts auch weiterhin auf Sponsoren und private Spender angewiesen“, so Bruno Seibert, Vorstandsvorsitzender der Kinderhilfestiftung, und dankte der TG Bad Soden für das sportliche Engagement. 

Über das Team Rückenwind

Das Team aus Kinderkrankenschwestern, einer Diplompädagogin, einer Kinderärztin und einer Familientherapeutin unterstützt Familien mit Frühgeborenen sowie chronisch kranken Kindern in der ersten Zeit des Übergangs vom Krankenhaus nach Hause. Als erfahrene Fachkräfte organisieren, beraten und begleiten sie die Eltern bei den vielfältigen Herausforderungen, die der individuelle Familienalltag stellt. Ziel ist es, dass sich die Eltern kompetent um ihr Kind kümmern können und die Lebensqualität aller Familienmitglieder bestmöglich erhalten bleibt. Die sozialmedizinische Nachsorge ist eine Regelleistung der

gesetzlichen Krankenversicherung und somit für die Eltern kostenfrei. Bereits vor Entlassung erfolgt die Kontaktaufnahme auf Station. Hierbei werden der individuelle Versorgungsbedarf analysiert und erste Maßnahmen eingeleitet. Gleichzeitig werden die Eltern über Hilfsangebote informiert und zur Inanspruchnahme der geplanten ambulanten Behandlungen und Leistungen motiviert. Nach Entlassung kümmert sich ein persönlicher Ansprechpartner aus dem Team im Rahmen von telefonischen Kontakten oder Hausbesuchen um die Familie. Das Team ist im Stadtgebiet Frankfurt und den angrenzenden Landkreisen im Einsatz und hat bislang bereits über 300 Familien betreut. Seit 2013 besteht eine Kooperation mit der Universitätsklinik in Frankfurt am Main. 

Über die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin

In der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin, unter Leitung von Chefarzt Priv. Doz. Dr. med. Lothar Schrod, werden akut und chronisch kranke Patienten vom Augenblick der Geburt bis zum 18. Lebensjahr betreut. Die Klinik hat 101 Betten einschließlich der neonatologischen und interdisziplinär-pädiatrischen Intensivstation sowie sechs tagesklinische Plätze. Im Rahmen des interdisziplinären pädiatrischen Zentrums erfolgt eine enge Zusammenarbeit mit der Kinderchirurgie, Kinderurologie, Geburtshilfe, Kinder- und Jugendgynäkologie, dem Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) sowie den Kliniken für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde, Augenheilkunde, Neurochirurgie und Radiologie. Ziel ist eine kindgerechte, liebevolle und medizinisch umfassendeBehandlung der kranken Kinder und Jugendlichen in enger Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten.

Über das Klinikum
Das Klinikum Frankfurt Höchst ist ein leistungsstarker Maximalversorger im größten   kommunalen Klinikverbund der Region, der Kliniken Frankfurt Main-Taunus GmbH. In den 22 Kliniken, Instituten und Fachabteilungen werden allein am Standort Frankfurt Höchst jährlich mehr als 37.000 stationäre und 100.000 ambulante Patienten versorgt. Über 2.000 Mitarbeiter setzen sich täglich mit modernster Diagnostik und Therapie für die Gesundheit der uns anvertrauten Patienten ein. Fünf Schulen für pflegerische und nichtärztliche medizinische Fachberufe leisten einen wichtigen Beitrag zum Ausbildungsangebot in der Region. Ein moderner Neubau wird bis 2019 errichtet. Mehr Informationen zu den medizinischen Zentren im Internet unter www.KlinikumFrankfurt.de oder www.kliniken-fmt.de.
 

Bild: Klinikum Höchst

Die Initiatorin der Spendenaktion Hanna Himmelreich-Pankratz (6.v.l.) und ihr Läufer-Team mit Daniela Middendorf (l.i.B.), Sabine Springhetti (2.v.l.) und Anja Kornmann (5.v.l.) überreichten gemeinsam mit dem Vorstandsvorsitzenden der TG Bad Soden, Thomas Braun, und den anwesenden Sponsoren Alexander Pankratz (Firma Nouryon, 2.v.r.), Frederik Zölls (4.v.l.) und Peter Krissel (beide Taunus Sparkasse) den Spendenscheck in Höhe von 5.160 EUR an Bruno Seibert, Vorstandsvorsitzender der Kinderhilfestiftung (3.v.r.), Andrea Christiansen vom Nachsorgeteam Rückenwind (3.v.l.) sowie Chefarzt Prof. Dr. med. Lothar Schrod und Bereichsleitung Susanne Ressel (5.v.r.) von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

 

Ihre Ansprechpartnerin: Hanna Himmelreich-Pankratz