Peter Oberließen Doppeleuropameister bei den Senioren

29.10.2017 - Peter Oberließen (M 55) wurde bei den europäischen Titelkämpfen der Senioren in Aarhus (27.7.-6.8.2017) seiner Favoritenrolle über 400m und 800m gerecht. Er gewann in beiden Disziplinen die Goldmedaille und wurde so Doppeleuropameister

Doppeleuropameister Peter Oberließen in Aarhus

Bei den Leichtathletik-EM der Senioren waren auch einige Teilnehmer der LG BSN am Start. Peter Oberließen (M 55)  wurde seiner Favoritenrolle über 400m und 800m gerecht. Er gewann in beiden Disziplinen mit jeweils deutlichem Vorsprung die Goldmedaille und wurde so Doppeleuropameister. Als Mitgliede der deutschen 4x100m und 4x400m Staffeln konnte er zusätzlich noch zwei silberne Medaillen seiner Sammlung einverleiben.

Über die Erfolge des ältesten LG-Teilnehmers Ernst Zuber wird an anderer Stelle berichtet. Margret Göttnauer (W 65), Anne Reuschenbach (W 35) und Andreas Reuschenbach (M 40) komplettierten die TeilnehmerInnen der LG BSN. Langstrecklerin Margret Göttnauer holte sich trotz einer gleich in ihrem ersten Lauf über 1500m erlittenen Muskelverletzung über 800m und 5000m jeweils die Bronzemedaille und landete über 1500m auf dem undankbaren 4. Rang. Anne Reuschenbach hatte sich wie gewohnt ein umfangreiches Programm auferlegt. Sie konzentrierte sich dieses Mal ganz auf die Wurfdisziplinen, hatte aber das Pech, dass Regen und Wind manche ihrer Wettkämpfe zur Lotterie machten. Viele ungültige Würfe waren das Resultat. Insgesamt war sie aber nicht unzufrieden mit ihren Ergebnissen – Bronzemedaille im Gewichtwurf, zwei vierte Plätze im Kugelstoß und im Diskuswurf und jeweils ein 6. (Wurf-fünfkampf) und 7. Platz (Hammerwurf).  Ihr Mann Andreas Reuschenbach war über 800m und 1500m am Start, konnte sich aber leider nicht auf den vorderen Rängen platzieren.

Seniorenleichtathleten sind ja meistens Idealisten (wie das Gros der Leichtathleten insgesamt ja auch), die ihren Sport betreiben, weil er ihnen so viel gibt und es ihnen einfach Spaß macht, bei  kleineren und größeren Wettkämpfe dabei zu sein. Alle hier Genannten sind daher auch regelmäßig bei den Kreismeisterschaften am Start. Wenn es dann zu Europameisterschaften geht, ist es aber finanziell nicht ganz so einfach. Alle Teilnehmer müssen ihre Meldegelder, die Reise- und die Aufenthaltskosten selbst finanzieren. Bei Europa- und Weltmeisterschaften müssen alle Teilnehmer in der offiziellen Kleidung ihrer nationalen Verbände starten. Auch diese müssen die Teilnehmer selbst bezahlen. Der deutsche Leichtathletikverband gewährt aber immerhin einen Rabatt von 20%. Idealismus ist also oft nicht ganz billig. Nur mal so zum Vergleich – Usain Bolt bekam für seine Auftritte bei den großen internationalen Sportfesten rd. 100.000 US-Dollar nur dafür, dass er überhaupt antrat. Siegprämien etc. gab es dann natürlich noch extra. Aber zum Glück findet die Masse der leichtathletischen Veranstaltungen unter ganz normalen Bedingungen statt – es kostet nur meistens etwas. Aber das ist in anderen Sportarten ja bekanntlich nicht anders (außer beim Fußball).