3. Trainerseminar der Handballerinnen

12.04.2017 - Bereits zum drittem Mal veranstaltete die wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt am 25.03.2017 ein Trainerseminar für die Übungsleiter der Region. Im Fokus stand dabei die athletische Ausbildung von Handballern

Erfreulich, dass es uns erneut gelungen war, diesen Tageslehrgang als Fortbildung für C- und B-Lizenzinhaber vom HHV anerkennen zu lassen. Nachdem es im Dezember mit DHB-Trainer Frank Hamann in konzentrierter Dosis um die Abwehrarbeit ging, war es diesmal unser hauseigener Athletiktrainer Christian Weilbächer, der von seiner Arbeit und den athletischen Voraussetzungen eines Handballspielers referierte.


12 interessierte Trainer fanden sich am Samstagmorgen ein und hörten zu Beginn ein Impulsreferat mit dem allgemeinen Titel „Trainingslehre“. Weilbächer zeigte den Trainern, wie Trainingsprinzipien anzuwenden sind und klärte den Konditionsbegriff grundlegend auf, da dazu doch sehr viele Missdeutungen bestehen. Für so manchen Trainer gab es bereits an dieser Stelle einige Aha-Effekte. Im Anschluss konnten die Trainer die Möglichkeiten des Ausdauertrainings begutachten. „Der Waldlauf ist veraltet! Alle machen das Gleiche, gilt ebenso wenig. Wir müssen es schaffen, handballspezifisch und individualisiert zu denken und zu arbeiten“, betonte Weilbächer immer wieder.


Das Mittagessen wurde dann zum weiteren, regen Austausch genutzt, ehe es mit einem Referat zum Thema „Was benötigt ein Handballer für Athletiktraining?“ weiter ging. Hier wurden grundlegend aufgezeigt, welchen Belastungen ein Handballspieler ausgesetzt ist, wie viel er läuft, springt, wirft und ähnliches. „Bevor man trainiert, muss man erstmal wissen, was ein Handballspieler im Spiel leistet. Da gibt es gute Daten und wir erkennen auch, wie sich die unterschiedlichen Niveaus unterscheiden“, resümiert Christian Weilbächer.


Den Abschluss bildete wieder eine Praxiseinheit. Das Demoteam der wJSG Bad Soden/Schwalbach/Niederhöchstadt stellte direkt die Trainingsarbeit des Vereins vor. Schwerpunkt war hier das Krafttraining mit der Langhantel, auch in Verbindung mit handspezifischem Übertrag. Die Teilnehmer des Seminar zeigten sich wahrlich beeindruckt, von den Kraftfähigkeiten der Spielerinnen. „Viele haben Angst vor Last. Aber ohne Intensität braucht man irgendwann nichts mehr machen. Wir haben heute gezeigt, was nach anderthalb Jahren kontinuierlicher Arbeit möglich ist. Ich hoffe die Teilnehmer haben einen Eindruck davon bekommen, wie wichtig Athletiktraining ist und welche Möglichkeiten darin stecken.“, schloss Weilbächer den Tag.


Ein toll organisiertes Seminar, mit interessierten Teilnehmern, lebhaften Vorträgen und engagierten Demomannschaften endete am Nachmittag und ist sicherlich einer Fortsetzung wert.

Ihr Ansprechpartner: Karsten Kohnagel