Silbermedaille und Kreisrekord für Kai Strauch bei den Hessenmeisterschaften

06.06.2016 - Die einzige Medaille bei den diesjährigen Hessischen Einzelmeisterschaften in Kassel (4./5.6.) holte der Jugendliche Kai Strauch, der im 400m der Männer Platz 2 belegte und dabei den U 20 Kreisrekord auf 49,10 drückte.

Ein Jugendlicher, der bei den Männern startete, holte die einzige Medaille bei den Hessischen Meisterschaften der Aktiven und U 18 Jugendlichen, die am vergangenen Wochenende (4./5. Juni) im Kasseler Auestadion stattfanden. Dieses Stadion ist wirklich ein gutes Pflaster für unseren Viertelmeiler Kai Strauch (U 20). Im letzten Jahr schon lief er dort bei den Süddeutschen Juniorenmeisterschaften Kreisrekord über 400m und nun wiederholte er seinen Rekordlauf, nur deutlich schneller. 49,10 für die Stadionrunde ist die Zeit, die ihm bei den Hessischen Meisterschaften den 2. Platz einbrachte. Eine deutliche Steigerung – nicht nur gegenüber seinem Saisoneinstand in Heidelberg (50,63), sondern auch gegenüber seinem alten Kreisrekord aus dem letzten Jahr (49,52). Mit seiner neuen Rekordzeit stand bei ihm nicht nur Podium und Rekord zu Buche, sondern er knackte auch die Qualis für die Deutschen Jugendmeisterschaften (50,20) und sogar für die DM der U 23 (49,50). Beide Meisterschaften finden im Abstand von einer Woche statt – U 23 in Wattenscheid (23./24.7.) und Jugend in Mönchengladbach (29.-31-7.).

Unter einem unglücklichen Stern standen die Einsätze unserer Sprinter. Unter „normalen Umständen“ wären 3 unserer Kurzstreckengarde potentielle Finalteilnehmer über 100m. Für Kreismeister Ermias Abrhaley war die Meisterschaft allerdings schon vor seinem ersten Lauf zu Ende, er wurde wegen Fehlstarts disqualifiziert. Der letztjährige Sechste, Fabian Hromadka, hat aus gesundheitlichen Gründen in diesem Jahr nach gutem Trainingslager in Italien noch keinen Lauf bestreiten können. Blieb Steffen Trenk. Er war allerdings durch eine wieder aufgebrochene Verletzung beeinträchtigt, quälte sich über Vor- (11,28) und Zwischenlauf (11,42) ins 100m-Finale, wo er in 11,31 Platz 8 belegte. Auch über 200m qualifizierte er sich nach 22,78 im Vorlauf für das Finale, verzichtete dann aber – es ging nicht mehr. Alex Lierke fehlt in diesem Jahr aufgrund von beruflichen Belastungen die Trainingsqualität. So langte es über 200m nicht zu einem endlaufplatz und über 400m war Platz 9 das Endergebnis nach den Zeitläufen.

Bei den Frauen waren Eileen Müller sowie die U 20-Jugenldiche Naomi Heidrich am Start. Eileen belegte über 800m mit 2:23,99 den 8. Platz. Ihr Vorhaben, nach ihrer PB in Weinheim erneut Bestzeit zu laufen, konnte sie nicht umsetzen.
Naomi startete über 100m und 200m und konnte in beiden Fällen Saisonbestzeit laufen, über 100m  langte es mit 12,72 sogar zu einer neuen PB – das langte aber als 9.beste Zeit leider nicht für den Endlauf. Auch über 200m verpasste sie den Endlauf, konnte aber mit 26,71 erstmals seit langem wieder die 27 Sekunden Grenze unterbieten und knüpft wieder an ihre Zeiten von 2014 an PB 26,44) verzeichnen. In der Vereinsbestenliste der w U 20 ist sie jetzt über 100m an 4. Stelle platziert und rangiert über 200m auf Platz 5. Über beide strecken hält übrigens Lena Naumann seit 2012 die Vereinsrekorde (12,35 bzw. 25,07). Lena wechselte nach ihrem Abitur zum LT DSHS Köln, wo sie inzwischen auf die 400m umgestiegen ist. Am vergangenen Wochenende konnte man sie bei der Regensburger Gala in der 2. Mannschaft des DLV über 4x400m verfolgen.
Silke Dittombée, die im vergangenen Jahr noch 2 Medaillen bei den Frauen holen konnte, war in Kassel nicht am Start – sie legt in dieser Saison eine Wettkampfpause ein.

Helena Broj und Milan Zengeler hießen unsere beiden Starter bei den U 18 – beide hatten einen Doppelstart über 100m und 200m. Milan erreichte über 100m den Zwischenlauf und konnte dort seine erst kürzlich bei den Regionalmeisterschaften erzielte PB von 11,70 im einstellen, was aber leider nicht zu einer Endlaufteilnahme langte. Und auch über 200m reichten seine 23,74 nicht für einen Platz im Finale. Auch Helena musste über die beiden kurzen Sprints nach den Vorläufen die Segel streichen. Mit 13,54 bzw. 27,50 konnte sie aber dennoch zufrieden sein, denn über beide Strecken lief sie PB. Christina Richter ist erst 15, startete aber über 800m eine Klasse höher. Nur eine Woche nach ihrer PB (2:34,64) kam das scharfe Meisterschaftsrennen vielleicht zu früh, denn sie konnte sich mit 2:40,42 nicht im Vorderfeld der älteren Jahrgänge behaupten.