CRASHKURS ERSTE HILFE BEI SPORTVERLETZUNGEN

06.05.2016 - Keine Angst vorm Defibrillator!

Dr. Schröder, Anästhesist im Klinikum Höchst, erklärt die Funktion eines Defibrillators

Für den Notfall gerüstet!

TG Bad Soden Crashkurs Erste Hilfe bei Sportverletzung und Einführung in den Umgang mit einem Defibrillator

Am 23. April hatte die TG Bad Soden ihre Sportler und Übungsleiter zu einem Crashkurs „Erste Hilfe bei Sportverletzungen“ eingeladen. Dr. Harald Hake, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie - Schwerpunkt Unfallchirurgie und Sporttraumatologie und Mannschaftsarzt der Volleyballerinnen in der 2. Bundesliga, erklärte, welche Regeln im Umgang mit den häufigsten Verletzungen zu beachten sind. Ein umgeknickter Fuß, ein verrenktes Knie oder ein lädierter Finger: Bei allen gilt das sogenannte PECH-Schema. „P“ steht für Pause machen, „E“ für Eis, also Kühlung der Verletzung, „C“ für Compression – ein Druckverband ist anzulegen, und „H“ für hochlagern. Ein ausgerenkter Finger kann auch schon mal direkt vor Ort wieder eingerenkt werden, bevor es zur Kontrolle ins Krankenhaus geht. Denn hier gilt: Je schneller das Gelenk wieder an der richtigen Stelle sitzt, desto besser ist es. Für alle verletzten Sportler ist die Notaufnahme im Höchster Klinikum die richtige Anlaufstelle. Auch am Wochenende und abends, wo die meisten Sportunfälle passieren, ist dort die Versorgung immer gesichert.

Keine Angst vorm AED

Für die Einführung in den Umgang mit einem AED, einem Automatisierten externen Defibrillator, hatte Dr. Hake seinen Kollegen Dr. Tobias Schröder aus der Anästhesie mitgebracht. „Nachdem ein 15-jähriger Mitspieler meines Sohnes im vergangenen Jahr während eines Spiels einen Herzstillstand erlitt, war es mir wichtig, dass unsere Sportler und Übungsleiter wissen, was man in so einer Notsituation macht und geschult sind im Umgang mit einem Defibrillator“, berichtet TG-Pressesprecherin Barbara Hermanowski. Herzkreislaufzusammenbrüche oder gar ein Herzstillstand: Das trifft nicht nur ältere Menschen. Und die ersten Minuten sind für das Überleben des Patienten entscheidend. „Mit jeder Minute, die ohne lebensrettende Maßnahmen vergehen, sinkt die Überlebenschance des Patienten um 10%“, weiß Anästhesist Dr. Schröder. Daher ist ein schnelles Eingreifen wichtig. Den Zustand der betroffenen Person feststellen, Notruf absetzen, Herzdruckmassage und Beatmung beginnen und den Defibrillator einsetzen, das sind die Schritte der Ersthelfer. Anhand einer Puppe konnten die Kursteilnehmer Herzdruckmassage und Beatmung üben und mit Hilfe eines Defibrillators den Ernstfall simulieren. „Wenn man in eine solche Situation kommt, sollte man nicht zögern, den Defibrillator zu nutzen. Das Gerät gibt akustisch alle nötigen Anweisungen und löst nur aus, wenn der Patient eine Herzrhythmusstörung hat. Man kann also nichts falsch machen!“, rät der Arzt.

Bad Soden ist flächendeckend mit frei zugänglichen Defibrillatoren ausgestattet. An acht Stellen im Stadtgebiet befinden sich die Geräte, die im Notfall Menschenleben retten können.

Standorte der AEDs in Bad Soden

Sporteinrichtungen:

1.         Hasselgrundhalle, Foyer Haupteingang

2.         Kahlbachhalle, Altenhain, Foyer

3.         Sauerbornhalle, Neuenhain

4.         Sportplatz Bad Soden

5.         FreiBadSoden

 

Öffentliche Einrichtungen

6.         Rathaus, Foyer Erdgeschoss

7.         Badehaus, Foyer Erdgeschoss

8.         Paulinenschlösschen, Treppenhaus

Ihre Ansprechpartnerin: Barbara Hermanowski