LG BSN - 2 Deutsche Seniorentitel für Anne Reuschenbach

01.03.2016 - Bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in der Halle (mit Winterwurf) am 13./14.2.16 in Erfurt wurde Anne Reuschenbach zweimal Deutsche Meisterin und holte sich dazu noch einen 2. Platz im Speerwurf und einen 6. im Weitsprung.

Anne Reuschenbach in Erfurt

Die LG BSN war bei den Deutschen Seniorenmeisterschaften in der Halle (mit Winterwurf) am 13./14.2.16 in Erfurt mit einer überschaubaren Teilnehmerzahl vertreten - Mehrkämpferin Anne Reuschenbach (W 35), Mittel und Langstrecklerin Margret Göttnauer (W 60) und die beiden Sprinter Thomas Turek und Thomas Zemmerich (beide M 50). Peter Oberließen (M 55) konnte seine beiden Vorjahrstitel über 400m und 800m wegen Verletzung nicht verteidigen.
Trotzdem gab es eine erfolgreiche Titelverteidigung. Anne Reuschenbach wiederholte ihren im Vorjahr an gleicher Stelle errungenen Sieg im Diskuswurf. Trotz empfindlicher Kühle (1° morgens um 9:00 Uhr im Stadion) verbesserte sie ihre Vorjahrsweite um rd. 1, 5m auf 34,83, womit sie sehr zufrieden war.

Nur als Mehrkämpferin schafft man es, den Schalter vom Diskus auf die Hürden umzulegen. Sieg und Meistertitel über 60m Hürden kam aber auch für Anne selbst überraschend. An der letzten Hürde konnte sie noch ihre schärfste Konkurrentin überholen und mit 8/100sec Vorsprung gewinnen – 10,32, neue persönliche Bestzeit.

Beim Weitsprung musste Anne erst noch ihre beim Diskuswurf im Freien fast eingefrorenen Füße auftauen. Das gelang nur bedingt – mehr als ein 6. Platz war da nicht drin. Nicht ganz zufrieden war sie beim Speerwurf, der ebenfalls im Freien stattfand – „Platz 2 ok, Weite nicht“, so ihre knappe Zusammenfassung. Dazu muss man wissen, dass Anne im letzten Jahr wg. einer Schulterverletzung wochenlang außer Gefecht war. Und Speerwerfen hat nun einmal etwas mit Schultereinsatz zu tun…………

Bedenkt man, dass Margret Göttnauer im Freien eher 10km- und Halbmarathonläufe absolviert, sind für sie die 4 Hallenrunden mit zusammen 800m doch recht kurz. Sie wollte unbedingt erstmals unter 3 Min laufen, was sie auch bravourös schaffte – mit 2:57,11 verbesserte sie ihre bisherige PB um über 7 Sekunden. Sie lief das Rennen couragiert an und setzte sich, nachdem ihr die ersten 100 m zu langsam waren, an die 2. Stelle. Diesen Platz hielt sie bis 100 m vor dem Ende, musste dann der eigentlich stärksten Läuferin den Platz überlassen und verlor 10m vor Ende auch noch den 3. Platz. Sie war wohl doch zu schnell angegangen, unterbot aber dadurch ihre Bestzeit recht deutlich, was sie am Ende dann trotz des undankbaren 4. Platzes sehr glücklich machte. Aber ein Treppchenplatz wäre natürlich schön gewesen, zumal sie damit nun nicht gerechnet hätte. Aber die Leichtathletik bietet eben auch Erfolgserlebnisse, wenn es mit der Platzierung nicht optimal läuft – die eigene persönliche Bestzeit ist so ein Erlebnis.

Thomas Turek und Thomas Zemmerich blieben über 60m der M 50 mit 8,64 bzw. 8,50 im Rahmen ihrer Möglichkeiten, was aber in dem stark besetzten Feld von 33 Teilnehmern nicht zu einem Endlaufplatz reichte.


FM