Hessentitel für Kai Strauch - dazu zwei LG-Bronzemedaillen

08.07.2015 - Bei den Hessischen U20/U16 Meisterschaften am 4./5.7.gab es für die LG BSN eine Ausbeute wie schon lange nicht mehr - Gold und Bronze für Kai Strauch (400m/800m), Bronze für Vincent Pruy (Weit), Plätze für L. Lange u. für A. Seifert - 3 VR u. 7 PB

Kai Strauch als Sieger im Ziel des 400m Laufs (U 20)

Bei den Hessischen Jugend- und Schülermeisterschaften am vergangenen Wochenende (4./5.7.) in Gelnhausen gab es für die LG BSN eine Ausbeute wie schon lange nicht mehr. Trotz tropischer Wetterverhältnisse - Gold und Bronze für Kai Strauch (400m/800m), Bronze für Vincent Pruy (Weitsprung), 4. Platz für Luis Lange, 5. Platz für Andrej Seifert – 3 Vereinsrekorde (VR) und 7 persönliche Bestleistungen (PB). Das LG-Trainerteam mit Sabine und Christian Müller, Eileen Müller sowie Jochen und Silke Dittombée (die ja teilweise auch in Kaiserslautern waren) hatte ganze Arbeit geleistet und die Truppe zum Saisonhöhepunkt für viele in optimale Form gebracht. Noch nicht Saison-Höhepunkt war es für die Medaillengewinner Kai und Vincent. Sie haben sich für die Deutschen Jugend- (Kai – 400m) bzw. Schülermeisterschaften (Vincent – Block Mehrkampf) qualifiziert.

Kai Strauch, letztjähriger 7. der Deutschen B-Jugendmeisterschaften, zeigte nun auch in der A-Jugend (U 20), dass die 400m bei der LG BSN ein „Premium-Produkt“ ist. Mit dem VR von 50,20 lief er exakt die Quali für die Deutschen und gewann dabei außerordentlich deutlich mit über 2 Sek Vorsprung auf den Zweitplatzierten die Hessenmeisterschaft – seine zweite nach dem Staffelerfolg mit den 4x400m Männerstaffel Anfang Juni in Viernheim. Einen Tag später folgte sein  zweiter Paukenschlag. Als erster LG-Jugendlicher lief er die Strecke unter der 2-Min-Schallgrenze – 1:59,14. Das bedeutet natürlich VR und der bronzene Platz auf dem Siegerpodium. Ein 400/800m Doppelstart an einem Meisterschaftswochenende ist ungewöhnlich. Kai hat ihn 2014 in der U 18-Jugend schon einmal absolviert (Plätze 3 u. 6), Silke Dittombée kürzlich bei den Hessischen Einzelmeisterschaften ebenfalls. Ein weiterer Doppelstarter, Milan Zengeler (noch U 18) startete über 200m und 400m eine Klasse höher. Über 200m konnte er aber nicht das Finale erreichen, über 400m langte es zu Platz 8.

Nur 8cm fehlten Vincent Pruy im Weitsprung zu seinem zweiten Hessentitel bei den U 16 Jugendlichen (M 14). 5,60 bei schwierigen, weil ständig wechselnden Windbedingungen, bedeuten Platz 3. Mit seinen 5,70 bei seinem Hessentitel im Block Mehrkampf vor einigen Wochen in Fulda hätte es zu Platz 1 gelangt. Eine Muskelverhärtung hinderte ihn dann einen Tag später an der Teilnahme am 80m Hürdenlauf, in dem er hervorragende Siegeschancen gehabt hätte. Nun bereitet er sich in Ruhe und gezielt auf die Deutschen Schülermeisterschaften im Block-Mehrkampf im September in Lübeck vor.

Der gleichaltrige Luis Lange verfehlte über 800m das Podest nur knapp – 4. Platz mit VR von 2:16,22 (den alten um 4 Sek. verbessert). Nach seinem schweren Sturz bei den hessischen Hallenmeisterschaften war er besonders aufgeregt. Aber mit mutiger erster Runde und einem schönen Endspurt „versöhnte“ er sich wieder mit der Strecke. Über 100m hatte er sich für den Zwischenlauf qualifiziert, verzichtete dann aber wg. der 800m auf den Start. Am Start war aber Leonhard Kohlhepp (U 16). Er lief im Vorlauf die 100m zum ersten Mal unter 13 Sek (12,97 PB) und qualifizierte sich damit für den Zwischenlauf, auf den er aber wegen Oberschenkelproblemen verzichtete. Auch Laura-Sophie Böck (W 14) lief über 100m PB – mit 13,93 zum ersten Mal unter 14 sek.

Ungewöhnlich war die Wettkampfkombination von Andrej Seifert (U 16) – 300m und Kugelstoß. Etwas zu langsam die 300m angegangen und so war trotz PB nicht mehr als der 10.Platz drin. Dafür lief es aber mit der Kugel in der Hand viel besser. 12,50m bedeuten nicht nur Platz 5, sondern auch eine deutliche Steigerung seiner PB, die ihn jetzt auf Platz 2 der Vereinsbestenliste sieht.

Großartig verbessert zeigte sich die 800m-Truppe der U 16-Mädchen. Charlotte Brühl (W 13), startete bei den 14 jährigen, lief zum ersten Mal unter 2:40 und verbesserte ihre PB um rd. 5 sek. Lilli Keil und Christina Richter (W 14) verbesserten ihre PB gar um 16 bzw. 12 Sek. Sie konnten sich damit aber in dem quantitativ (30 Läuferinnen!) wie qualitativ hochwertigen Wettkampf nicht im vorderen Feld platzieren. Auch Eileen Kessler (W 15) lief die 800m so schnell wie nie zuvor und verbesserte sich um 2 sek. Bei diesen Läufen herrschten weit über 30° und Trainerin Eileen Müller gab den Wassereimer gar nicht mehr aus der Hand.  Hannah Müller kam über 300m der U 16) nicht ganz an ihre Bestzeit heran – Platz 8 am Ende. Als einzige Technikerin ging Carolin Winter (U 16) mit dem Diskus an den Start. Sie warf zwar stabil, aber für die vorderen Plätze nicht weit genug (Platz 10 am Ende).

Schließlich seien noch Naomi Heidrich, Victoria Bruckert und Vivien Wagner erwähnt, die alle über 100m bei den U 20 an den Start gingen. Naomi erreicht den Zwischenlauf, für die anderen war leider im VL schon Endstation, Victoria lief aber Saisonbestzeit. Für Naomi und Victoria war es aber vor allem ein „Warmlaufen“ für ihren Staffelauftritt am nächsten Tag in Kaiserslautern, wo sie dann ja mit der 4x400m-Staffel bei den Frauen die Bronzemedaille holten.