Das war 2014

21.04.2015 - Die Erfolge der LG BSN waren 2014 in der Spitze und in der Breite, bei Einzel- und Mannschaftswettbewerben, bei den Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen, bei den Straßenläufern und Bahnathleten gut verteilt

Trainingslager 2014 in Milano Marittima

Das Wettkampfjahr 2014 war in mehrfacher Hinsicht bemerkenswert. Die Erfolge der LG Bad Soden/Sulzbach/Neuenhain (LG BSN) waren nämlich in der Spitze und in der Breite, bei Einzel- und Mannschaftswettbewerben, bei den Schülern, Jugendlichen und Erwachsenen, bei den Straßenläufern und Bahnathleten gut verteilt, auch wenn mehr als in den Vorjahren der Schwerpunkt im Laufbereich lag. Durch Auszeiten und Abgänge waren die Mehrkämpfe und technischen Disziplinen diesmal weniger vertreten.

Gewohnt erfolgreich und mit vielen Titeln dekoriert waren wieder unsere Langstreckler. Im Sprint- und Mittelstreckenbereich schoben sich einige Schüler und Jugendliche in den Vordergrund und nach eher etwas mageren Jahren konnten unsere sprintenden Männer auf der Bahn sich vielversprechend in Szene setzen – die ersten Hallenwettkämpfe Ende 2014 lassen da weitere Steigerungen erhoffen. So gab es insgesamt wieder viele Rekorde, eindrucksvolle Meisterschaftsergebnisse und vordere Bestenlistenplätze in Land, Region und Kreis für die ganz Jungen, die schon etwas Älteren und für alle, die irgendwo dazwischen liefen, sprangen und warfen.

Daher vorab ein großes und herzliches Dankeschön all denen, die das alles möglich gemacht haben – den Trainern und Betreuern, den Kampfrichter, den Eltern und all denen, die hinter den Kulissen an den Voraussetzungen für die Leistungen und Errungenschaften mitgewirkt haben.

Unsere Aktiven (gemeint sind alle – Schüler, Jugendliche, Senioren und eben „Aktive“, d.h. Männer und Frauen) sind in mehreren Trainingsgruppen zusammengefasst. Wir haben die Schüler-, Jugend- und Erwachsenen-Trainingsgruppen für den Bahnbereich sowie die Mittel- und Langstreckengruppen (überwiegend Senioren). Letztere sind hauptsächlich auf der Straße, im Gelände und „am Berg“ aktiv. Daneben gibt es noch eine kleine Gruppe von Senioren, die sich der Bahnleichtathletik verschrieben haben.

Zu Beginn ein wenig Statistik. Dabei wird deutlich, dass wir uns im Einzelnen nur auf einige Höhepunkte konzentrieren können. Anderenfalls würde die Darstellung den hier zur Verfügung stehenden Rahmen sprengen. Wer mehr erfahren will, ist gerne eingeladen, sich regelmäßig über alles auf der Homepage der LG BSN zu informieren (

http://www.lg-bsn.de). Aber auch der Sulzbacher Anzeiger, das Höchster Kreisblatt und die Bad Sodener Zeitung berichten regelmäßig über die verschiedenen Meisterschaften und Sportfeste, an denen unsere Athletinnen und Athleten teilnehmen.

Insgesamt wurden in 2014 über 100 Wettkämpfe (Halle und Freiluft - viele Volksläufe wurden dabei gar nicht mitgerechnet) besucht – mit ca. „Hälfte/Hälfte“ gut verteilt auf Straßenläufer und Bahnsportler. Im statistischen Jahresschnitt wurden also rd. 2 Veranstaltungen an jedem Wochenende besucht (oft auch außerhalb Hessens) – den damit zusammenhängenden logistischen Aufwand kann man sich gut vorstellen. Ohne private Initiativen einschließlich privater Kostenübernahme wären die Aktivitäten nicht in diesem Umfang möglich.

Bei den Erfolgsbilanzen ist es sinnvoll, getrennte (d.h. Bahnsportler und „Straßenläufer“) Betrachtungen anzustellen, auch wenn die Straßenläufer gelegentlich auch auf der Bahn anzutreffen sind. Diese sind überwiegend in den Seniorenaltersklassen unterwegs, die eine andere Systematik haben.

Beeindruckende Zahlen

Die Bahnsportler stellten 2 Kreisrekorde und 14 Vereinsrekorde in 2014 (2013: 7 bzw. 30) auf. Für die Senioren werden auf Vereins- und Kreisebene keine offiziellen Rekordlisten geführt. Die auf den ersten Blick rückläufigen Zahlen resultieren aus mehreren Faktoren. Die gegenüber 2012 (17) bemerkenswerte Steigerung der Vereinsrekorde in 2013 war teilweise auf die Einführung neuer Disziplinen für einige Altersgruppen und die Änderung von Gewichtsklassen zurückzuführen. Diesbezüglich gab es in 2014 keine Veränderungen. Des Weiteren – gewissermaßen als “Fluch der guten Tat“ - haben viele Rekorde ein derartig hohes Niveau erreicht, dass eine Verbesserung zunehmend schwerer geworden ist. Schließlich hat eine bemerkenswert hohe Zahl von AthletInnen (insgesamt 33) in der Freiluftsaison keine Wettkämpfe für die LG bestritten, in der Halle war die Zahl etwas geringer. Es waren die üblichen Fluktuationsfaktoren – Auszeit oder Vereinswechsel wg. Schule oder Studium, Babypause, Verletzungen oder sonstige Gründe. Natürlich kamen aus den gleichen Gründen wieder welche dazu, diesmal allerdings nicht in einer ähnlich hohen Zahl.

Für die Bahnsportler (Halle und Freiluft) gab es auf überregionaler Ebene einen Meistertitel sowie ein Bronzemedaille bei den deutschen Hochschulmeisterschaften (Halle), einen 7. Platz bei den Deutschen Jugendmeisterschaften sowie je einen 2., 4., 7. und 8. Platz und zwei 6. Plätze bei Süddeutschen Meisterschaften. Bei Hessischen Titelkämpfen waren 5 Hessenmeisterschaften und 7 Podiumsplätze (2./3.) sowie 28 weitere Endkampfplatzierungen (4.-8.) die eindrucksvolle Ausbeute. Auf regionaler Ebene sprangen 3 Regionalmeisterschaften, 12 weitere Podiumsplätze und 11 zusätzliche Endkampfplatzierungen heraus. Im Kreis holten wir 62 Kreismeistertitel und erzielten weitere 86 Podest- (56) und Endkampfplatzierungen (30).

Die Senioren (Bahn und Straße) weisen ebenfalls eine beeindruckende Bilanz auf. 5 deutsche Meistertitel, dazu zwei 4. Plätze und einmal Platz 5 sowie insgesamt 17 hessische Meisterschaften und weitere 53 Podiums und Endkampfplatzierungen (Plätze 2-8) – Einzel-, vor allem aber auch Mannschaftsergebnisse.

In der DLV-Bestenliste sind die Bahnsportler 4x und die Straßensportler 1x unter den ersten 50 vertreten. Auf Hessenebene sieht die Verteilung so aus: 18-mal rangieren die Bahnspezialisten unter den ersten 10 der Jahresbestenlisten und 5-mal finden sich dort die Straßenläufer (alles Senioren in der Aktivenkategorie!). Auch in den Seniorenbestenlisten des HLV sind die LG-AthletInnen (Bahn und Straße) zahlreich vertreten - 103-mal unter den ersten 10 in insgesamt 23 Alterskategorien.

Einzel-, Staffel- und Mannschaftserfolge

Eine Frau, zwei Jugendliche, ein Schüler, zwei 4x100m Staffeln, zwei 4x400m Staffeln und eine 4x200m Staffel – das waren auf der Bahn die größten LG-Trümpfe. Und wie so oft in den Jahren zuvor war auch diesmal die Stadionrunde über 400m – allein oder zu viert – der Stoff, aus dem viele Erfolge entstanden.

Silke Dittombée (früher Pufahl), in den letzten Jahren Garant für Meisterschaften und Rekorde bei den Frauen, knüpfte nach einem verletzungs- und berufsbedingten schwächeren Jahr 2013 nicht nur wieder an alte Glanzzeiten an, sondern drückte der Saison mit einer Hessenmeisterschaft (400m), einer deutschen Hochschulmeisterschaft (Olympische Staffel), Spitzenplatzierungen bei Süddeutschen Meisterschaften (200m/400m), Qualifikation für die deutschen Meisterschaften (200m/400m) und zwei eindrucksvollen Kreisrekorden (100m/400m) ihren Stempel auf. Besonders stolz ist sie auf den 100m-Kreisrekord, den sie nach langen, vergeblichen Anläufen nun endlich auch in ihrem Besitz hat. Als seit Jahren dominierende Sprinterin im Kreis hält sie nun alle Einzelrekorde von 100 bis 400m und zudem noch mit den Staffeln über 4x100m und 4x400m. Ihren 400m-Kreisrekord lief sie übrigens gegen internationale Konkurrenz beim großen Pfingstsportfest im saarländischen Rehlingen.

Kai Strauch (U 18) legte den Schwerpunkt in diesem Jahr auf die 400m Strecke, lief aber auch kontinuierlich die 800m. Er wurde Kreis- und Regionalmeister über beide Strecken, belegte bei den Hessischen Titelkämpfen die Plätze 4 und 6 sowie 5 mit der 4x400m Staffel der U 20, lief zweimal Vereinsrekord über 800m und - als Höhepunkt – überquerte im Endlauf der deutschen U 18 Jugendmeisterschaften die Ziellinie als  hervorragender 7.

Kreismeister, Regionalmeister, Hessenmeister, Teilnehmer an die Süddeutschen und Deutschen Meisterschaften, Berufung in die Kreis- und Hessenauswahl – für Milan Zengeler (M 15) erfüllte sich auf der 300m-Strecke so mancher Schülertraum. Dazu präsentierter er sich auch als hervorragender Mehrkämpfer – Platz 7 im Block Wurf bei den Hessischen Meisterschaften.

Die traditionellen Staffelerfolge waren diesmal ausgewogen auf beide Geschlechter verteilt. Die 4x400m Staffel der w U 20 (Julia Koß, Viktoria Bruckert, Paula Wendt, Naomi Heidrich) knüpfte würdig an die Erfolge ihrer Vorgängerinnen an und holte bei den Hessischen Meisterschaften die Silbermedaille. Sie belegt damit auch Platz 31 in der deutschen U 20-Bestenliste (und immerhin noch Platz 50 bei den Frauen!). Alle vier gehörten 2014 noch der Kategorie U 18 an und schrammten in derselben Besetzung bei den Hessenmeisterschaften mit Platz 4 über 4x100m knapp an einer Medaille vorbei. Als kleiner Trost blieb immerhin ein neuer Vereinsrekord. Von den vier, die auch in den Einzelsprints gewaltige Steigerungen zu verzeichnen hatten, werden wir sicherlich in 2015 noch viel hören. VR lief auch die Männersprintstaffel über die Stadionrunde. Sascha Turek, Steffen Trenk, Kilian Gautsch und Alex Lierke verpassten auch hier auf Platz 4 die Bronzemedaille nur knapp. Einen weiteren VR stellte die 4x400m-Staffel der m U 20 auf. Milan Zengeler, Gaétan Langlois-Meurinne, Luis Cuadrado und Kai Strauch liefen erstmals über diese Strecke zusammen und holten gleich Platz 5 bei den Hessischen Titelkämpfen. Aber es gab auch einen Podestplatz. Die nur in der Halle gelaufene 4x200m Staffel der Männer (Sascha Turek, Kai Strauch, Nico Best, Alex Lierke) landete bei den Hessischen auf dem bronzenen Platz.

Neben den genanntenStaffelmädchen“ war Natascha Seifert unsere stärkste Jugendliche. Auch ihre Stärke liegt vor allem auf der 400m-Strecke, die sie erstmals unter einer Minute zurücklegte. Die Plätze 6 und 7 bei den Süddeutschen Meisterschaften (U 23/Frauen) sowie zweimal Platz 4 bei den hessischen Titelkämpfen (Frauen/U 20) sind Ausweis ihrer Stärke.

Bei den Männern ragte Alex Lierke mit einem Regionalmeistertitel über 200m (in neuer VR-Zeit) sowie zwei 6. Plätzen (Halle und Freiluft) bei den Hessischen Meisterschaften über 400m heraus. Besonders erwähnt werden muss an dieser Stelle Jörn Kämpken. Der ungemein vielseitige Athlet, allen Sportkundigen in der Region vor allem als Turner bekannt, stellte bei den Regionalmeisterschaften (2.Platz) einen neuen Vereinsrekord im Zehnkampf auf. Da er auch schon bei den Senioren startberechtigt ist, überrascht es nicht, dass er dort in der Bestenliste 2014 in allen zehn Einzeldisziplinen überragend platziert ist. Eileen Müller, die als Aktive und Jugendtrainerin ein Doppelleben in der LG führt (wie ja auch Silke Dittombée), hat sich inzwischen auf die Mittelstrecken (800m und 1500m) spezialisiert und sich dort enorm gesteigert. Sie wurde bei den Frauen 2. über 1500m bei den regionalen Titelkämpfen und gute 7. bei den Hessischen. Bei den männlichen Jugendlichen war Luis Cuadrado neben Kai Strauch der zweite Leistungsträger in der U 18 Kategorie. Zwei regionale Vizemeisterschaften über 800m und 1500m, ein sechster Platz bei den Hessischen sowie 2 Vereinsrekorde über 3000m und 10km Straße (am Nikolaustag gelaufen!) stehen bei ihm auf der Habenseite zu Buche.

Im Schülerbereich ragten neben Milan Zengeler besonders Luis Lange (M 13) und Andrej Seifert (U 14) hervor. An Meisterschaften hat er zwar noch nicht teilgenommen, dafür war Luis aber fleißig auf Rekordjagd. Allein 3-mal verbesserte er den Vereinsrekord über 800m und daneben setzte er sich auch über 75 m an die Spitze der Vereinsrangliste. Auch Andrej konnte sich in die Vereinsrekordliste eintragen. Im Kugelstoßen löschte er den ältesten Vereinsrekord (aus 1969) mit dem ersten Stoß eines 14jährigen LG-lers über die 12m-Marke aus. Seine Stärke zeigte er auch mit einem Vizemeistertitel im Kugelstoß bei den Hessischen. Milan, Luis und Andrej wurden auch in die Kreisauswahl für den alljährlichen Vergleichskampf der Rhein-Main-Kreise berufen.

Wie schon erwähnt war der Aderlass von AthletInnen, darunter auch mehrere LeistungsträgerInnen (wie auch schon in 2013), besonders groß. Ein derartiger Wandel ist nichts Neues, er trifft den Verein jedes Jahr - mal mehr, mal weniger. Aber der unverändert große Zulauf im Schülerbereich und die erfolgreiche Nachwuchsarbeit unserer Trainer Sabine und Christian Müller, Jochen und Silke Dittombée, Eileen Müller sowie Sascha Turek - wie vorstehend ja eindrucksvoll gezeigt - machen es immer wieder möglich, neue Talente zu entdecken, zu fördern und weiterzuentwickeln. Schön, dass mit Eileen, Silke und Sascha gleich drei sich des Nachwuchses annehmen, die selbst noch mitten in ihrer aktiven Laufbahn stehen.

Im Seniorenbereich feierte Peter Oberließen (M 50) bei den Deutschen Meisterschaften in der Halle einen Doppelsieg über 400m und 800m; dazu sicherte er sich noch den Hessentitel über 800m. Auch als Rekordläufer trug er sich in die Listen ein. Kurzfristig stellte er den deutschen M 50-Seniorenrekord über 800m (Halle) ein, verlor ihn aber kurz darauf wieder. Als er ihn sich bei der Senioren-WM in Budapest zurückholen wollte, stürzte er schwer und musste aufgeben. Eine erneute Verletzung machte ihm dann leider auch noch die Sommersaison kaputt. Aber er wird wiederkommen – im nächsten Jahr dann in der M 55 AK, wo er bessere Aussichten hat. Andreas Reuschenbach konnte seinen Hessentitel in der Halle über 800m bei den M 35 verteidigen. Seine in der Freiluftsaison 2013 überragende Ehefrau Anne (u.a. mehrfache World Masters Games Siegerin, mehrfache Kreisrekordlerin und Hessenmeisterin sowie MTK-Athletin des Jahres 2013) startete vor ihrer Babypause noch einmal in der Halle und holte zwei Hessenmeisterschaften (W 30) über 60m und im Kugelstoßen.

Unsere Senioren-Straßenläufer haben ebenfalls eine überragende Saison absolviert. Die Gesamtzahlen wurden bereits oben angeführt. Ergänzen muss man die Liste noch um die Erfolge, die auf der Bahn (selten gelaufen) erzielt wurden. „Marathon-Mann“ Klaus Wagner (M 70) über 5000m und 10 000m, Lutz Drechsler (M 65) über 5000m sowie Margret Göttnauer (W 60) über 5000m und 10 000m – 5 Hessenmeisterschaften auf der Bahn zieren die Bilanz. Dazu kommt ein weiterer Hessentitel in der 3x800m Staffel der W 40/45 durch Gabi Baltruschat, Judith Scheifler und Irene Bell. Aber ihr Terrain liegt vor allem auf der Straße, manchmal auch im Gelände und „gegen den Berg“. Überragend Klaus Wagner – 2 Titel bei Deutschen Meisterschaften (10km und Marathon), 2 bei Hessischen Meisterschaften (10km und Berglauf) und eben die beiden erwähnten Bahntitel. Klaus ist aber auch für viele, viele Aktivitäten und Engagements abseits der Strecken und Pisten bekannt. Für sein insgesamt beeindruckendes ehrenamtliches sportliches Engagement wurde ihm kurz vor Weihnachten die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland vom MTK-Landrat verliehen.

Die drei Staffeldamen G. Baltruschat, I. Bell und J. Scheifler sind ja eigentlich überwiegend auf anderem Untergrund unterwegs. Und auf den Straßen von Düsseldorf holten sie sogar die Deutsche Meisterschaft in der Mannschaft über 10km (W 40/45). Auch bergauf lief es bei ihnen prächtig: die Plätze 3, 5 und 6 und der Mannschaftstitel bei den Hessischen Berglaufmeisterschaften waren Ausweis ihrer Vielseitigkeit. Judith Scheifler, die auch schon mal bei Ultraläufen über 8 Stunden unterwegs ist, gewann zudem noch eine Silbermedaille im Marathon und ein Bronzemedaille im Halbmarathon bei den Hessischen, nicht zu vergessen ein 4. Platz bei den Hessischen Cross-Meisterschaften. Irene Bell gewann darüber hinaus noch zum 7. Mal den Altenhainer Wuzzelauf und lief über 3000m der Frauen Vereinsrekord, den ihr dann Gabi Baltruschat abnahm. Oben und auch ganz oben stand oft auch Margret Göttnauer auf dem Siegespodest. Neben ihren beiden Hessentiteln auf der Bahn wurde sie auch Hessische Cross- und Berglaufmeisterin, belegte Platz 4 bei den Deutschen 10km-Meisterschaften und wurde jeweils 2. bei den Hessischen Halbmarathonmeisterschaften im Einzel (W 60) und (mit Petra El Alami, die auch Hessische Berglaufmeisterin bei der W 35 wurde, und Judith Scheifler) in der Mannschaft, und zwar bei den Frauen!

Bei den männlichen Senioren zeigte sich Charly Köhler (M 50) nach hartnäckigen Verletzungen wieder sehr gut in Schuss. Hessentitel im Halbmarathon und im Berglauf legen davon ein gutes Zeugnis ab, wie auch sein 5. Sieg im Altenhainer Wuzzelauf. In die Siegerliste der Hessischen Meisterschaften konnten sich auch Frank Wiegand, Tommi Mäkitalo und Uwe Martin eintragen – sie gewannen die Mannschaftswertung M 40/45) im Marathonlauf (und damit gleichzeitig auch Bronze in der Männerwertung). In gleicher Besetzung holten sie sich dann noch die Bronzemedaille in der Mannschaft bei den Hessischen 10km-Titelkämpfen. Frank Wiegand holte sich dazu noch 2 Silbermedaillen: im Marathon-Einzel und vorher im 10km Straßenlauf. Bemerkenswert schließlich noch, dass in der DLV-Bestenlisten der Männer 2014 die Langstreckler (diesmal nicht in den Senioren-AK!) auch vertreten sind – die Männer-Marathonmannschaft mit Wiegand, Mäkitalo und Martin wird auf Platz 20 geführt.

Es ist in diesem Bericht deutlich geworden, welche überragende Rolle in einem kleinen, aber hier fest verwurzelten Verein wie der LG die Mannschaftswertungen und die Staffeln in der Individualsportart Leichtathletik spielen. Sie sind ein Schlüssel zu vielen Erfolgen. Als Verein kann man in den Wertungen ganz oben landen, was in den Einzeldisziplinen sonst nicht möglich gewesen wäre und innerhalb einer Mannschaft oder einer Staffel kann die oder der Einzelne an Erfolgen teilhaben und auf dem Podium stehen, wo sie oder er anderenfalls nicht hingekommen wäre.